Teil eines Werkes 
1. Band (1830)
Entstehung
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gend, die Stuͤtze meines Thrones auf nie zu ſuͤh⸗ nende Weiſe beleidigt zu haben, meine Kraft brach; allein der Wurm, der an meiner Seele nagt, ver⸗ leidet mir mein entadeltes Daſein. Komm, laß Dein Schwert das Verſuͤhnungsmittel zwiſchen Dir und mir werden, ich gebe Dir willig mehr noch als Leben und Blut, nur fluche meinem Andenken nicht.

Ein unnennbares Gefuͤhl ſiegte in dieſem Au⸗ genblick in Lo's Seele uͤber Schmerz und Rache; er fuͤhlte es in ſeine Macht gegeben, den Gefalle⸗

nen wieder aufrichten, ihn frei machen zu können von den unwuͤrdigen Banden der Suͤndenſchmach, damit er als Koͤnig ſuͤhne, was er als Menſch gefehlt hatte. Die Reue des Gefallenen, ſie, die die zuͤrnende Gerechtigkeit des allmächtigen Gottes zu verſuͤhnen und den ſtrafenden Blitz vom Haupte des Verbrechers wegzulenken vermag, ließ auch Leo in Olaf nur noch einen Ungluͤcklichen erblicken, den er zu treu, zu innig geliebt hatte, um ihm jett nicht die Hand zu reichen, damit er ſich aus dem Abgrund hoffnungsloſer Buße erhebe.