Teil eines Werkes 
1. Band (1830)
Entstehung
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gewalt durch alle Tiefen ſeines Weſens. Der Frei⸗ herr ſah ſeine Blicke, ſah, wie von ſeiner Stirn Tod und Verderben drohten und reichte ihm die Hand.Wir ſind Männer, ſagt er ihm,und darum bedarf es nicht der Worte zwiſchen uns. Nur Blut kann unſere Ehre wieder rein waſchen, das füͤhlen die Edelſten des Bandes mit unsz komm, ſie erwarten uns. Hier fuͤhrte er ihn in das Zim⸗ mer, wo Arbino mit den uͤbrigen Verſchwornen ihrer harrete. Verletzte Freundſchaft, beleidigte Ehre, verfuͤhrte Unſchuld, namenloſer Liebesſchmerz lagen auf der Wage, mit der Leo in dieſer Stunde Olafs Schickſal wog, es wurde beſchloſſen, daß ſchon die Mitternachtsſtunde des folgenden Tages ihm Leben und Krone rauben ſolle.

Den furchtbaren Ernſt eines zum Verheeren geſandten Todesengels auf der Stirn und im Auge, trat Leo aus dem Kreiſe der Verſchwornen in das Gemach ſeiner Mutter. Was er an dieſem Tage⸗ erlebt hatte, wob um ſeine Seele eine ſo duͤſtre Nacht, daß kein Strahl der Kindesliebe mehr hin⸗

durch zu dringen vermochte; allein er mufte wiſſen