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ſturmte er zum Freiherrn hin. „Wo iſt Olga?“ rief er ihm beim Eintritt zu. „Kommſt Du, um ſie ſterben zu ſehen?“ antwortete dieſer dumpf und ein⸗ tönig, ohne aufzublicken. „Lowenſchwerdt,“ rief Leo mit gewaltiger Stimme, „von Euch fordre ich Wahrheit: iſt ſie noch werth, mein Weib zu wer⸗ den?“ — Hoch hob ſich die Bruſt des alten Frei⸗ herrn, ſeine Haͤnde ballten ſich, ſein Auge flammte. „Die Antwort muft Du Dir vom Konig holen!“ knirſchte er endlich.
Leo's Zunge war unfaͤhig geworden, ſeinem Gefuͤhl Worte zu geben; vergeblich hatten ſeine Ah⸗ nungen ihn auf dieſen Schlag vorbereitet, die Ge⸗ wißheit uͤbermannte ihn mit namenloſem Grauen und Schrecken. Sie allein liebte er mit aller Kraft ſeines Herzens, ihres Gleichen hatte die Welt nicht mehr fuͤr ihn, und ſie war ihm geraubt, und von wem! — Seine Sinne erſtarrten, ſeine Seele er⸗ zitterte, und alle Geiſter der Liebe in ihm wandel⸗ ten ſich zu Geiſtern des Haſſes und des Entſetzens, wenn er ſich dachte, was ſie jetzt war. Rache! Rache! brauſte es, wie Meereswogen, mit Sturm⸗


