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noch immer nicht zum Verſchmachten des Todes kommen ließen. Der Tod war ja, wie ſie fuͤhlte, der einzige Preis, um den ſie ihre Wiedervereinigung mit Leo erkaufen konnte. Nur der ſterbliche Theil ihres Weſens war ſtrafbar, und wenn gleich hienie⸗ den keine Buße das finſtere Geſpenſt ihrer Schande hinwegzubannen vermochte, das trennend zwiſchen ihm und ihr ſtand, ſo durfte ſie doch hoffen, wieder ſein zu werden, wenn ſie mit dem jungen bluͤhenden Le⸗
ben ihre Schuld und ihre Schwaͤche gebußt hatte.
Guſtava aber uͤberzeugte ſie, daß ſie noch leben und Leo wiederſehen miſſe, um ihren Fall zu ſuͤhnen, in⸗ dem ſie ſeiner Hand den Rachedolch entwinde und ihr Vaterland ſchuͤtze, daß er es nicht im gerechten Grimme mit in den Flammenſtrom des Haſſes und des Zornes reiße, den ihr Schickſal uͤber Blaf zu ergießen drohe.
Jetzt kam die Nachricht des geſchloſſenen Frie⸗ dens und der Annaͤherung des Heeres, das Leo,
auf Arbino's Veranſtaltung nach der Hauptſtadt zu⸗
ruͤckzufuͤhren den Befehl erhielt. Der Koͤnig war ſeit der Ungluͤcksſtunde des begangenen Frevels von


