machen; ſie eilte nach der Reſidenz, um der Braut ihres Leo und ihrem Pflegeſohn rettend und ſchutzend zur Seite zu ſtehen, ſie kam zu ſpaͤt. Als ſie bei ihrer Ankunft vor dem Hauſe des alten Freiherrn vorfuhr, empfing ſie der Greis mit einem Ernſt und mit einem Schweigen, vor deſſen Duͤſterheit ſie erſchrak. Von ſchaurigen Ahnungen durchbebt, trat ſie in Olga's Zimmer: ein Opfer der Schande, Tod in jedem Zug ihres Angeſichts, in jedem Blick des erloſchenen, truͤbverweinten Auges, dieſe vor ihr nieder⸗
Arbino ſelbſt hatte dem alten Freiherrn die Schmach enthuͤlt, die ſein Haus getroffen hatte. Rache der befleckten Ehre ſeines Stammes, Rache der gemordeten Unſchuld ſchwor der Greis, und Ar⸗ bino verhieß ſie ihm. Den Plan zu ſeinem Ver⸗ rath an Olaf ſchmuͤckte er jetzt mit der gerechten Emporung beleidigter Tugend aus, und enthullte dem Freiherrn die Verſchwörung, als bilde ſie ſich nur, um Olga an ihrem Verderber zu rächen.
Löwenſchwerdt's Name und ſein Einfluß zog nun die Mächtigſten des Reichs in dieſen Bund,


