Teil eines Werkes 
1. Band (1830)
Entstehung
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Leicht gelang es jetzt Arbino, ſich die Zunei⸗ gung und das Vertrauen des jungen Konigs zu erwerben, der, ſuͤßberauſcht vom Taumelkelch der er⸗ ſten Jugendleidenſchaft, im Entzucken des reichſten, wonnevollſten Lebensgefuͤhles gluͤhte. Ohne ſich ſelbſt einer unlautern Abſicht bewußt zu ſein, ſuchte er den Freiherrn durch die kindliche Zuneigung, die er ihm bewies, und durch die Verſicherung, daß er ſei⸗ nes Rathes, ſeiner Weisheit und ſeiner Erfahrung beduͤrfe, um ihn auf der ſchluͤpfrigen Bahn der Herrſchergewalt zu leiten, an ſeinem Hofe feſtzuhal⸗ ten. Olaf glaubte nichts als Olga's Anblick, nichts als ihrer Gegenwart und ihrer ſchweſterlichen Freund⸗ lichkeit gegen ihn zu ſeinem Gluͤcke zu beduͤrfen: doch dieſe Stille der Genuͤgſamkeit reiner Empfin⸗ dung ſchwand bald dahin. Durch alle Kunſtgriffe der liſtigen Verfuͤhrungskunſt fachte Arbino die

Flamme, die in Olafs Herzen brannte, zur verderb⸗

lichen, gluthvollen Leidenſchaft anz er ſtahl dem Kö⸗

nig das Geheimniß derſelben aus dem noch unent⸗

weihten Herzen, und die furchtbare Gewalt, die wir

einer ſtrafbaren Leidenſchaft durch das ausgeſprochene

Wort geben, raͤchte ſich auch hier, indem jede Ge⸗