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die er ihm zu legen wänſchte. Dem Geierblick, mit dem er die Schwächen des Menſchenherzens und die in der Tiefe deſſelben ſchlummernde Moglichkeit, zu Verbrechen hingeriſſen zu werden, auszuſpuren verſtand, entging der mächtige Eindruck nicht, den Slga's Anblick auf den Koͤnig machte, und hell ſtand es vor ihm, wie er dieſe aufflammende Leiden⸗ ſchaft ſeinen Planen dienſtbar zu machen vermoge. Der Zufall beguͤnſtigte ſeine Entwuͤrfe. Von allen Seiten zogen gefahrdrohende Wolken am politiſchen Horizont herauf; die Lage des Reichs machte die Sendung eines Geſandten an einen fernen maͤchtigen Hof ſehr wichtig, und wem konnte Olaf das In⸗ tereſſe ſeines Volkes und ſeiner Krone ſicherer anver⸗ trauen, als ſeinem zweiten Ich, ſeinem Leo? Mit unbedingter Vollmacht verſehen, reiſete dieſer ab, und ließ ſeine Geliebte unter dem Schus ihres Oheims zuruck, da der Entſchluß deſſelben, mit ihr bis zu Leo's Ruͤckkehr nach ſeinem Bergſchloß zu⸗ ruͤckzugehen, auch Graͤfin Guſtava bewog, die Haupt⸗ ſtadt zu verlaſſen, und während der Abweſenheit ihres Sohnes in ihrem geliebten Toͤnsberg zn leben.


