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vollen Vernunft, aller meiner Erinnerungen fand, ver⸗ möchte ich nicht zu ſagen. Ich wiederhole Dir, ich er⸗ wachte aus einem langen und tiefen Schlafe von fünf Jahren. Mein erſter Gedanke, ich bin Dir dieſes Ge⸗ ſtändniß ſchuldig, mein erſter Gedanke war der eines Geizigen. Was war aus meinem Vermogen geworden? Welchen Gebrauch hatteſt Du davon gemacht? Geſtern, als ſich vie Thüre des Irrenhauſes vor mir offnete, lief ich zu meinem Notar, Deinem ehemaligen Patron und meinem Freunde. Du begreifſt ſein Erſtaunen. Folgendes waren ſeine Worte: „„Die erſte Idee Ihres Sohnes, als er den gemeinſchaftlichen Irrthum in Betreff Ihres Todes theilte, war, ſich bloß als Verwahrer Ihrer Reichthümer zu betrachten, erſt im Alter von ſechs und dreißig Jahren darüber zu verfügen und nur eine ſchwache, für ſeinen Unterhalt und für den ſeiner Frau beſtimmte Summe davon zu nehmen; doch nach Verlauf von ſechs Monaten, nachdem er eine ziemlich ſchwere Krankheit durchgemacht, dachte Ihr Sohn, der Tod könnte ihn treffen, ehe er das erfüllt, was er als eine heilige Pflicht betrachtete; er än⸗ derte ſeine Anſicht und theilte mir ſeine Pläne mit, denen ich mit ganzer Seele beiſtimmte.“ — „„Was für Pläne waren dies?““ fragte ich Deinen ehemaligen Patron. „„Haben Sie den Muth, zu warten bis morgen um Mit⸗ ternacht,““ antwortete er mir; „begeben Sie ſich dann in die Kirche von Chaillot. Sie werden Alles erfahren und Gott danken, daß er Ihnen einen Sohn gegeben hat, wie der Ihrige iſt.“ Ich hatte den Muth, zu warten bis heute Abend, mein lieber Louis; mein langer Bart, meine weißen Haare veraͤnderten ſchon viel in meinem Ausſehen: ich ſtrich mein Geſicht ſchwarzbraun an, um mich gänzlich zu entſtellen und mich Dir nähern zu kön⸗ nen, ohne erkannt zu werden. Oh! zärtliches, evles Kind!“ fügte der Vater Richard vor Rührung weinend bei, „wenn Du wüßteſt, was ich geſehen, was ich gehört habe! Mein Name verehrt, angebetet durch die Größe Deiner Seele
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