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Wer vermöchte ſie wiederzugeben, dieſe Umarmungen, dieſe Worte ohne Zuſammenhang, dieſe Zerreißungen einer zu ſcharfen Freude, dieſe Ohnmachten des Geiſtes und des Körpers, der zu ſchwach für ein ſolches Entzücken, wor⸗ auf aber bald leivenſchaftliche Entzückungen folgen, welche die Seele bis zu den letzten Grenzen der Glückſeligkeit emportragen.
Auf dieſe Glücksüberſprudelungen trat endlich ein Augenblick der Ruhe ein.
Der Vater Richard ſprach zu ſeinem Sohne.
„Mit zwei Worten, mein theures Kind, vernimm meine Geſchichte: ich habe fünf Jahre geſchlafen und bin erſt ſeit acht und vierzig Stunden völlig erwacht.“
„Was ſagen Sie?“
„Ich befand mich mit dem armen Ramon und ſeiner Tochter in einem von den Wagons, welche bei der Kata⸗ ſtrophe am Gräßlichſten heimgeſucht wurden. Ein für mich noch unerklärlicher, proviventieller Zufall hat mir das Leben gerettet, obgleich mir ein Schenkel gebrochen war und der Schrecken mich wahnſinnig gemacht hat.“
„Sie, mein Vater?“
„Ja, ich bin vor Schrecken wahnſinnig geworden . Ich habe den Verſtand völlig verloren.“
„Oh! mein Gott!“
„Man führte mich weit von dem Orte des Unglücks weg, zu einem würdigen Arzte, der meinen Beinbruch heilte, wonach man mich in ein Irrenhans in Verſailles brachte. Mein Wahnwitz war harmlos, ich ſprach nur von meinen verlorenen Schätzen. Beinahe vier Jahre lang war meine Krankheit unheilbar, voch durch die Sorgfalt der Aerzte klärte ſich mein Verſtand allmälig, langſam und mit Unterbrechungen auf; dann machte meine Heilung abermals Fortſchritte, rückte vor und wurde endlich voll⸗ ſtändig, ſicher, ſo daß ich, wie ich Dir ſchon geſagt, mein Kind, vor zwei Tagen das Hoſpiz verlaſſen konnte. Was ich gefühlt habe, als ich mich wieder im Beſitze meiner


