Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 6. Abtheilung, Der Geiz : drei Bändchen (1851) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Ja, antwortete der Greis, der an allen Gliedern zitterte,ja! oh! noch einmal!

Nun denn, guter Vater..

Der junge Mann konnte nicht vollenden.

Unfähig, ſich länger zu bewältigen, erhob ſich ſein Gaſt und rief mit einer von Zärtlichkeit vibrirenden Stimme:

Louis!

Dieſer Name mit dem Ausdruck aller Kräfte der Seele geſprochen, dieſes Wort allein war eine einem Donnerſchlage ähnliche Offenbarung.

Der junge Mann erbleichte, warf ſich zurück und blieb wie verſteinert, die Augen ſtarr.

Die Gemüthsbewegung war zu heftig, die moraliſche Erſchütterung zu tief, als daß nicht einige Augenblicke verlaufen mußten, ehe der Gedanke:Mein Vater iſt nicht todt, bis zum Verſtändniß bei Louis gelangen konnte.

So blendet uns der ungeſtüme Uebergang von einer tiefen Nacht zum Glanze der Sonne und beraubt uns für den Augenblick der Sehkraft.

Als aber Louis, nachdem er ſich von dieſer heftigen Erſchütterung erholt hatte, die Wirklichkeit ohne Schwin⸗ del ins Auge faßte, warf er ſich auf das Bett des Grei⸗ ſes und ſtrich ihm mit einer krampfhaften Hand vie langen Haare von der Stirne. Dann betrachtete er haſtig, mit einem gierigen, ſtrahlenden, berauſchten Blick vas mit einem künſtlichen Rußſchwarz überſtrichene Geſicht ſeines Vaters; es blieb ihm kein Zweifel mehr, und er konnte nur in einer Art von kindlichem Delirium die Worie murmeln:Dul ohl mein Gott! Du, mein Vater! ..

Wir müſſen darauf verzichten, dieſen erſten Ausbruch der Zärtlichkeit zu ſchildern, der den Vater und den Sohn einander in die Arme warf⸗