Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 6. Abtheilung, Der Geiz : drei Bändchen (1851) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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daß ich meinen Vater verloren habe; er ſtarb eines gräßlichen Todes bei dem Unglücksfall der Verſailler Eiſenbahn. Im Beſitze eines ziemlich bedeutenden Ver⸗ mogens, hätte mein Vater im Wohlbehagen und im Mü⸗ ßiggang leben koͤnnen; er hat dürftig und arbeitſam ge⸗ lebt. Während er ſo auf alle Lebensbequemlichkeiten ver⸗ zichtete und ſich das tägliche Brod durch die Arbeit ver⸗ diente, häufte ſeine erhabene Sparſamkeit langſam große Reichthümer auf, ſeine Selbſtverleugnung vermehrte ſie jedes Jahr. Es kam der allzu frühe Tag ſeines Todes. Ich hatte einen der glühendſten Freunde der Menſchheit zu beklagen, und ſeinem letzten Willen gemäß widmete ich ſein Vermögen der Erfüllung von drei heiligen und gro⸗ ßen Pflichten:

Gegen die Kinder;

Gegen die jungen Mädchen;

Gegen die Frauen, welche vas Alter oder die Ge⸗ brechen zur Arbeit unfähig machten.

Den ſo häufig einer ſchützenden Erziehung beraub⸗ ten Kindern ſollte nach dem Willen meines Vaters der Elementarunterricht und ſpäter die gewerbliche Bildung geſichert ſein.

Den arbeitſamen und redlichen Mädchen, welche ein ungenügender Lohn, das Leiden, die Armuth nur zu häufig den Verführungen des Laſters ausſetzen, ſollte eine mäßige Mitgift geſichert ſein. Dieſer Beiſtand wird in Verbindung mit der Arbeit jeder Haushaltung, den Chepaaren geſtatten, wenigſtens in ihrer ganzen Reinheit und Süßigkeit die heiligen Freuden der Familie zu genießen,

Freuden, die leider oft unter den Uebeln, welche die 2 Armuth erzeugt, unbekannt bleiben.

Den bejahrten oder breſthaften Frauen endlich, welche nach einem langen Leben der Arbeit außer Stande ſind, ihren Unterhalt zu verdienen, wollte mein Vater wenig⸗ ſtens die Ruhe und die Wohlfahrt ihrer alten Tage ſichern.

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