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ſeiner Reichthümer betrachtet Sagt nicht Chriſtus: „„Liebet einander, und diejenigen, welche haben, ſollen geben denjenigen, welche nichts haben.“ Der Herr hat auch, indem er dem Vater Richard einen ſeiner würdigen Sohn ſchenkte, dieſen gro⸗ ßen, rechtſchaffenen Mann belohnt, und durch ſeinen Ge⸗ horſam gegen die Geſetze der evangeliſchen Brüderlichkeit, hat er verdient, daß ſein Andenken unter den Menſchen fortlebt. Dieſe Unſterblichkeit wird ihm Eure Dankbar⸗ keit gewähren; ſein Name ſei immerdar geſegnet und ge⸗ prieſen durch Euch, durch Eure Kinder, durch die Kinder Eurer Kinder; Eure Herzen mögen immer als die Erin⸗ nerung an eine ſeltene Tugend den Namen des verehrten Vater Richard bewahren.“
Ein beifälliges Gemurmel der Menge empfing dieſe Worte und bedeckte das erſtickte Schluchzen des alten Mulatten, der, immer knieend, von einer unausſprechlichen Gemüthsbewegung ergriffen zu ſein ſchien.
Die Ceremonie war zu Ende.
Das Geräuſch, das die Anweſenden machten, als ſie ihre Plätze verließen, um aus der Kirche wegzugehen, rief den Greis zu ſich zurück; er ſtand haſtig auf und lehnte ſich an den Weihkeſſeln an, denn er fühlte, daß er einer Ohn⸗ macht nahe war.
Bald ſah er aus der Tiefe der Kirche Louis Richard auf ſich zukommen, der, Frau Lacombe an ſeinem Arme führend, ſich nach der Thüre wandte.
Der Greis bebte an allen Gliedern, und in dem Augenblick, wo Louis Richard an ihm vorüberzugehen im Begriffe war, tauchte er ſeine Finger in den Weihkeſſel, bückte den Kopf halb und bot das heilige Waſſer mit einer zitternden Hand dem Gatten von Mariette.
„Ich danke, guter Vater,“ erwiederte freundlich Louis, indem er mit ſeinen Fingern leicht die wankende Hand be⸗ rührte; dann, als er die Dürftigkeit ſeines Anzugs und das weiße Haupt des Weihwaſſergebers bemerkte, und
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