Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 6. Abtheilung, Der Geiz : drei Bändchen (1851) Les sept péchés capitaux
Entstehung
Einzelbild herunterladen

188

Sparſamkeit und die Arbeit ihrer Eltern angewachſen iſt, denn es läßt ſich leicht etwas zurücklegen, wenn man ſich mit etwas ſetzt; man iſt nicht genöthigt, ſich dadurch mit Schulden zu belaſten, daß man während des langen Feierns in das Leihhaus trägt, das die Leute durch die großen Intereſſen zu Grunde richtet.

Das iſt, bei meiner Treue, wahr, wenn man ſo rech⸗ net, ſo verdoppelt, ſo verdreifacht dies die Summe der Wohlthaten des Vater Richard; und wenn man an eine zweite, an eine dritte Generation von Wohlthätern denken wollte, indem man, wie man zu ſagen pflegt, die Verbun⸗ denen mit ſich ſelbſt multipliciren würde, ſo müßte es un⸗ berechenbar ſein, das Gute, von dem dieſer würdige, vor⸗ treffliche Mann der Stamm geweſen wäre.

Und wenn man bedenkt, daß das Gute ſo leicht zu thun iſt, und doß es, von den Kleinen zu den Großen⸗ ſo viele Leute gibt, die nicht wiſſen, wofür ſie ihr Geld ausgeben ſollen!

Das iſt wahr. denn das Geld ſtellt das Glück von ſehr vielen Menſchen vor, und in ſeinen Händen viel Geld haben heißt das Mittel haben, viele Glückliche zu machen, wenn man wollte.

Ah! die Väter und Söhne Richard ſind nicht ſehr gewohnlich, ſprach verjenige, welcher dem alten Mulat⸗ ten als Cicerone gedient hatte; dann, als er ſah, daß vieſem die Thränen entſtrömten, fügte er bei:Nun! mein braver Mann, was Teufels haben Sie ſo zu weinen?

Das iſt das iſt Rührung, antwortete der Greis.Das Gute, was ich von vieſem . dieſem Vater Richard und ſeinem Sohne ſagen höre. . der Anblick ſo glücklicher Leute . Alles dies macht einen außerordentlichen Eindruck auf mich.

Ohl mein würdiger Mann, wenn dies die Urſache Ihrer Thränen iſt, ſo beklage ich Sie nicht, ſie machen Ihnen Ehre. Doch da Sie das intereſſirt, ſo laſſen Sie uns in die Kirche eintreten, wir werden das Ende der