Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 6. Abtheilung, Der Geiz : drei Bändchen (1851) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Allerdings; aber es iſt doch gewiß, daß ohne das große Vermögen, welches ihm der Vater Richard hinter⸗ laſſen hat, um einen ſo ſchonen Gebrauch davon zu machen, Herr Louis nur ſeinen guten Willen gehabt hätte.

Und die Schule des Vater Richard? habt Ihr die Kinder, die kleinen Knaben mit ihren guten tuchenen Blouſen, die kleinen Mädchen mit ihren guten Röcken von Merino, wahrgenommen ? Wie zufrieden ſehen ſie alle aus 14

Wißt Ihr, daß nicht mehr als fünf bis ſechs von den armen alten Breſthaften fehlen, welche durch den Va⸗ ter Richard wenigſtens Brod und Ruhe für ihre alten Tage finden?

Wißt Ihr Eines, meine Freunde?

Was denn?

Daß hier vielleicht hundert und fünfzig Perſonen an uns vorübergehen, welche alle mehr oder weniger Antheil an den Wohlthaten des Vater Richard haben.

Das iſt wahr, und wenn man bedenkt, daß dies vaſſelbe ſeit vier Jahren iſt . . das macht ſchon ſechs bis ſiebenhundert Perſonen, unterſtützt, ernährt, unterrich⸗ tet oder verheirathet mit Hülfe dieſes würdigen Mannes.

Abgeſehen davon, daß, vorausgeſetzt, Herr Louis lebe noch dreißig Jahre, dies fünf bis ſechstauſend Per⸗ ſonen machen wird, welche durch den Vater Richard ein gutes und glückliches Leben haben werden, ſtatt ein ſchlech⸗ tes und ſtrafbares gehabt zu haben, denn die Noth verdirbt ſo viele Menſchen!

Was ſagt Ihr denn, fünf bis ſechstauſend Perſonen, das würde viel mehr machen!

Wie2

Dieſe Ehepaare, welche man jedes Jahr, nachdem man ſie unter den ärmſten und redlichſten Handwerkern gewählt, ausſteuert, werden Kinder bekommen; dieſe wer⸗ den vor Allem des Wohlſtandes ihrer Familien theilhaf⸗ tig ſein; ſie werden gut erzogen werden und ſpäter an dem kleinen Vermögen Theil haben, das gewiß durch die