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halten; dem zierlichen Häubchen einer Arbeiterin getreu, wollte ſie nie einen Hut tragen; der gute Gott be⸗ lohnte ſie dafür, denn ſie war entzückend vurch Friſche, Anmuth und Schönheit unter ihrem Spitzenbavolet *) mit himmelblauen Bandknvten. Von Zeit zu Zeit lächelte ſie mit einer unausſprechlichen Liebe ihrem blonden, roſigen, wie ſie hübſchen kleinen Jungen zu.
Nach Louis, ſeiner Frau, ſeinem Kinde und Frau La⸗ combe kamen weiß gekleidet und mit Orangenblüthen be⸗ kränzt die ſechs in dieſem Jahre ausgeſteuerten Mädchen: ſie gaben den Arm den Verwandten oder den Zeugen ihrer Bräutigame; dieſe führten die Verwandten oder die Zeugen ihrer Bräute; Alle gehörten der Klaſſe der Ar⸗ beiter an. Hinter dieſer Gruppe marſchirten die vierund⸗ zwanzig ſeit vier Jahren vereinigten Ehepaare, dann ka⸗ men die Kinder der Schale des Vater Richard, dann die⸗ ienigen von den alten Frauen des Zufluchtshauſes, denen ihre Gebreſten der rührenden Feierlichkeit beizuwohnen ge⸗ ſtatteten.
Es brauchte beinahe eine Viertelſtunde, bis alle dieſe zur Ceremonie gehörende Perſonen, welche ſodann in der Kirche Platz nahmen, vorübergezogen waren⸗
Der alte Mulatte hatte ſtumm und nachdenkend die⸗ ſem Zuge beigewohnt, während die Neugierigen um ihn her ſagten:
„Das hat man auch dem Vater Richard zu verdan⸗ ken, daß dieſe arbeitſamen Mädchen gute und glückliche Hausfrauen werden.“
„Und die verheiratheten Frauen von den anderen Jah⸗ ren, wie glücklich ſehen ſie aus! Und dieſes Glück, wem verdanken ſie es? dem Vater Richard 12
„Es iſt wahr immer dem Vater Richard!“
„Und auch Herrn Louis, der die Abſichten ſeines wackern Vaters ſo gut erfüllt.“
66 Bavolet, eine Art von Halbſchleier.


