Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 6. Abtheilung, Der Geiz : drei Bändchen (1851) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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auch dieſes reiche Gebäude, geblendet, verwirrt durch das, was er geſehen, gehört hatte, und immer an die Seg⸗ nungen denkend, mit denen der Name des heiligen Ra⸗ mon von den Gäſten dieſes ſeltſamen Feſtes überſtrömt worden war.

Es ſchlug nun halb zwölf Uhr in der Ferne, in der Kirche von Chaillot.

Halb zwölf Uhr, ſagte der Greis zu ſich ſelbſt; ich habe Zeit, um Mitternacht anzukommen. was werde ich erfahren! wie groß iſt meine Angſt!

Und der Greis fing an langſam die Höhen zu erſtei⸗ gen, die ſich vom ufer der Seine bis zur Straße von

Chaillot aufſtufen.

XX.

Der alte Mulatte war langſam nach den Hoͤhen von Chaillot gegangen; er kam bald in die Straße, wa ſich die Kirche dieſer armen und volkreichen Vorſtadt erhebt.

Gegen den Gebrauch, war die Kirche in dieſer Nacht ethellt. Durch die große offene Thüre ſah man das Schiff und den Altar glänzend mit Kerzen beleuchtet⸗ obgleich die Kirche noch leer war; eine eindrucksvolle Ce⸗ remonie ſollte ohne Zweifel ſtattfinden, denn während es bald Mitternacht ſchlagen mußte, bemerkte man Lich⸗ ter und Neugierige an den Fenſtern der Häuſer in der Nähe der Kirche, indeß zahlreiche Gruppen ſich auf dem Vorhofe verſammelt hatten. Der alte Mulatte näherte ſich einer dieſer Gruppen, lauſchte und hörte, was folgt:

Sie können nun nicht mehr lange ſäumen.

Nein, denn es iſt bald Mitternacht.

Das iſt doch eine ganz ſonderbare Stunde, um zu

heirathen.