Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 6. Abtheilung, Der Geiz : drei Bändchen (1851) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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18¹

Ich bitte, vollenden Sie.

Daß ich vor Verlangen, Herrn von Saint⸗Herem zu heirathen, ſterbe!

Madame! rief erſtaunt der Herzog, der carmeſinroth wurde.Madame!

Was iſt es denn, lieber Herzog? fragte lebhaft die Prinzeſſin.Wie roth ſind Sie!

Frau Gräfin, ſprach Herr von Riancourt mit einer gezwungenen Miene lächelnd,der Scherz iſt ein wenig ... ein wenig ſtarkund

Wohlan, geben Sie mir Ihren Arm, mein lieber Herzog, ſagte Madame Zomaloff mit der natürlichſten Miene der Welt,und laſſen Sie Ihre Leute rufen, denn es iſt ſpät. Wir müßten ſchon bei der Geſandtſchaft ſein. Das iſt auch Ihre Schuld; wie! Sie, die Pünktlichkeit in Perſon, haben Sie mir nicht ſchon ſeit langer Zeit eilf Uhr geſchlagen?

Ah! Frau Gräfin, ich habe keine Luſt, zu lachen! ſagte der Herzog mit ſentimentalem, bewegtem Tone. Wie wehe hat mir Ihr grauſamer Scherz vorhin ge⸗ than! Mein Hetz blutet.

Mein armer Herr von Riancourt, ich wußte nicht, daß Ihr Herz ſo verwundbar iſt ..

Ah! Frau Gräfin, Ihr Verdacht betrübt mich; Sie ſind ſehr ungerecht; ich, der ich mein Leben für Sie opfern würde!

Wahrhaftig!

Statt jeder Antwort ſchlug der Herzog ſeine Augen zum Himmel auf und gab einen langen Seufzer von ſich.

Ei! mein lieber Herzog, ſprach lächelnd die junge Frau,wenn ich etwas von Ihnen zu fordern hätte, ſo wäre es kein ſo heldenmüthiges Opfer.

Der Wagen von Herrn von Riancourt war bei der Freitreppe vorgefahren, und Madame Zomaloff, ihre Tante und der Herzog verließen das Hotel Saint⸗Ramon.

Beinahe in demſelben Augenblick verließ der Mulatte