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Madame Zomaloff, ſuchte das reizende Mädchen auf, das er engagirt hatte, und der Ball nahm ſeinen Fortgang.
„Meine liebe Feodorowna,“ ſagte die Prinzeſſin, welche mit einer ängſtlichen Ungeduld die lange Unterre⸗ dung ihrer Nichte mit Saint⸗Herem wahrgenommen hatte, „es iſt ſpät, und Sie haben der Frau Geſandtin von Sardi⸗ nien verſprochen, frühzeitig zu ihr zu kommen.“
„Erlauben Sie mir, Ihnen zu bemerken, Madame,“ ſprach Herr von Riancourt, ſich an ſeine Braut wendend, „Sie ſind ein wenig zu raſch beim Geſchäfte geweſen. Saint⸗Herem iſt genöthigt, dieſes Hotel zu verkaufen, um ſeine Schulden zu bezahlen, und mit ein wenig Beharr⸗ lichkeit hätten wir einen Nachlaß von wenigſtens fünfzig⸗ tauſend Thalern erlangen können, beſonders wenn Sie ſelbſt darauf beſtanden wären, denn es iſt ſo ſchwer, einer hüb⸗ ſchen Frau etwas abzuſchlagen,“ fügte Herr von Rian⸗ cvurt mit dem liebenswürdigſten Lächeln bei.
„Feodorowna, an was denken Sie denn, meine Liebe?“ ſagte die Prinzeſſin, leicht den Arm der jungen Frau be⸗ rührend, welche, an einen vergoldeten, mit Blumen bela⸗ denen Spiegeltiſch angelehnt, in tiefe Träumereien verſunken war und nicht ein Wort von dem, was ihre Tante und der Herzog zu ihr geſprochen, gehört hatte. „Feodorowna,“ wiederholte die Prinzeſſin, endlich die Aufmerkſamkeit der Gräfin erregend, „ich frage Sie, an was Sie denken?“
„Ich denke an Herrn von Saint⸗Herem,“ erwieberte die junge Frau, wie mit Bedauern ihre Träumerei ver⸗ laſſend. „Alles, was hier vorgegangen, iſt ſo bizarr...“
„Unter uns geſagt, Gräfin,“ ſprach Herr von Rinacourt mit einer gewichtigen Miene, „ich glaube, daß die Ver⸗ zweiflung, ſich zu Grunde gerichtet zu ſehen, dem armen Saint⸗Herem das Gehirn verrückt hat. Man muß ein Narr ſein, um ein ſolches Feſt zu erſinnen. Sein Hotel durch einen Handwerkerball einweihen, das riecht auf eine Meile nach Socialismus.“


