Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 6. Abtheilung, Der Geiz : drei Bändchen (1851) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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obgleich das Portrait und der Name des heiligen Ramon ſich mehrere Male in ſculptirten Medaillons an verſchiedenen Stellen der Fagade des Hauſes wieder⸗ holt finden, ſo wäre ich doch entzückt bei dem Gedanken, von ſeinem, im Mittelpunkte der Säle des Gebäudes liegenden, marmornen Monumente herab werde dieſer wackere Oheim Jahrhunderte hindurch den Luſtbarkeiten bei⸗ wohnen, deren er ſich während ſeines Lebens beraubt hat.“

Das Geſpräch der Gräfin mit Saint⸗Herem wurde von Herrn von Riancourt unterbrochen. Man hatte plau⸗ vernd die Runde durch die Empfangszimmer gemacht. Der Herzog ſagte zu Floreſtan:

„Mein Lieber, dies Alles iſt herrlich und ganz vor⸗ trefflich eingerichtet. Aber achtzehnmal hunderttauſend Franken, Mobiliar und Silbergeſchirr mitbegriffen, iſt ein ungeheurer Preis.“

„Ich bin bei der Frage ganz und gar nicht intereſſirt, mein lieber Herzog,“ erwiederte Floreſtan lächelnd: „dieſe achtzehnmal hundertauſend Franken ſollen meinen Gläu⸗ bigern gehören: ich werde auch entſetzlich zähe hinſichtlich der Bedingungen ſein; überdies bietet mir, wie ich Ihnen geſagt habe, Lord Wilmot dieſe Summe an und dringt in mich, ſie anzunehmen.“

„Es mag ſein, mein Lieber; doch Sie werden wohl zu meinen Gunſten thun, was Sie Lord Wilmot abſchlagen würden. Saint⸗Herem, ſeien Sie nicht unbeugſam .. bewilligen Sie mir eine Verminderung dieſes Preiſes, un

„Mein Herr,“ ſprach die Gräfin Zomaloff, den Her⸗ zog unterbrechend, zu Floreſtan, „Herr von Riancourt wird die Güte haben, mir zu erlauben, daß ich ihm ins Gehege gehe, denn ich nehme das Hotel unter den von Ihnen geſtellten Bedingungen; iſt Ihnen das an⸗ ſtändig, ſo gebe ich Ihnen mein Wort und ich verlange das Ihrige.“

Der Geiz. 12