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„Sie werden alſo ohne ein Bedauern, ohne einen Seufzer dieſen Zauberpalaſt hingeben, und zwar gerade in dem Augenblick, wo Sie den Genuß davon haben ſollten 2“
Ah! Frau Gräfin, ich glaubte nicht, mein Ruin ſei ſo weit vorgerückt; es ſind kaum acht Tage, daß mir mein Schelm von einem Intendanten meine Rechnungen gezeigt hat . und Sie ſehen, ich unterziehe mich mit ungetrübtem Gemüthe .. Ueberdies, indem ich dieſen mit ſo viel Liebe geſchaffenen Palaſt verlaſſe, bin ich wie. der Dichter, der den letzten Vers ſeines Gedichtes geſchrieben, wie der Maler, der ſeinem Bilde den letzten Pinſelſtrich ge⸗ geben hat, wonach ihnen der unvergängliche Ruhm, ein Meiſterwerk geſchaffen zu haben, bleibt. So iſt es bei mir, Frau Gräfin (entſchuldigen Sie meine Künſtlereitel⸗ keit): dieſer Palaſt wird als ein Denkmal der Kunſt und der Pracht bleiben, er wird immer der Tempel des Lurus, der Feſte, der Luſtbarkeiten, und was ſage ich⸗ Frau Gräfin! ſehen Sie, wie ich prädeſtinirt bin, wie undankbar ich wäre, wenn ich mich über das Schickſal beklagen würde! Sie, Frau Gräfin, Sie werden die Gottheit dieſes Tempels ſein, denn nicht wahr, Sie kau⸗ fen mein Haus? es wird Ihnen ſo gut anſtehen! „ laſſen Sie dieſe Gelegenheit nicht entſchlüpfen „ ich weiß nicht, ob Ihnen Herr von Rinncourt das geſagt hat, voch es iſt ihm bekannt, vaß mir von Lord Wilmot ſehr dringende Gebote gemacht worden find .. Ich wäre aber troſtlos, ſollte ich genöthigt ſein, mit ihm zu unter⸗ handeln; er iſt ſo häßlich und ſeine Frau auch, und ſeine fünf Tochter auch! . Bedenken Sie, was für Gotthei⸗ ten für dieſen glänzenden Tempel, der wahrhaftig für Sie gebaut zu ſein ſcheint. Behalten Sie ihn, Frau Gräfin, aus Liebe für die Kunſt, die Sie ſo gut zu ſchätzen wiſſen. Nur miſſen Sie eine Bitte gewähren: laſſen Sie im großen Salon das Portrait meines wür⸗ digen Oheims; es iſt ein herrliches Gemälde, und


