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ſtritten ſich um die Ehre, mir zu dienen, und der be⸗ rühmte Doctor Gaſterini kennen Sie ihn, Frau Gräſin?“
„Wer hat nicht vom größten Gourmand der bekannten Welt reden hören?“
„Nun denn, Frau Gräfin, dieſer große Mann hat laut ausgeſprochen, er habe bei mir eben ſo gut geſpeiſt, als bei ſich .. und er bewilligte dieſes Lob nicht einmal ver Tafel von Herrn von Talleyrand. Oh! Frau Gräfin, das ſchöne, ſo vollſtändige, ſo großartige Leben! und die Frauen! Ah! die Frauen!“
„Mein Herr! . .
„Seien Sie unbeſorgt, ich werde von den Frauen nur als von Kunſtgegenſtänden ſprechen. Aber, offenherzig ge⸗ ſtanden, gibt es reizendere Vorwände zur Prachtentwicke⸗ lung? Es iſt ſo hübſch, zu zieren, zu ſchmücken, mit allen Kunſtgegenſtänden zu umgeben! Der Lurus iſt nur die Beigabe der Frau. Glauben Sie mir auch, ich er⸗ freue mich des Bewußtſeins, mich edelmüthig, verſtändig zu Grunde gerichtet zu haben. Ich brauche mir weder einen albernen Aufwand, noch eine ſchlimme Handlung vorzuwerfen. Den Geiſt voll von koſtbaren Erinnerungen, Herz voller Heiterkeit, ſehe ich mein Vermögen ent⸗
ehen.“
Der Ton von Saint⸗Herem war ſo aufrichtig, die Wahrheit ſeiner Gefühle und ſeiner Worte las ſich in ſo ſichtbaren Charakteren in ſeinem redlichen, reizenden Ge⸗ ſichte, daß Frau von Zomaloff, überzeugt von der Wirk⸗ lichkeit deſſen, was er ſagte, ihm erwiederte:
„Wahrhaftig, mein Herr, Ihre Philoſophie bringt mich in Verwirrung! In der Stunde, wo ſie auf ein ſolches Leben verzichten ſollen, nicht ein Wort der Bit⸗ terkeit!“
„Bitterkeit, ich! nach ſo vielen Freuden, nachdem ich ſo vielfachen Glückes theilhaftig geweſen bin! Oh! das wäre Gottesläſterung!“


