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chem das Local iſt, wo ich arbeitete; ſo haben wir uns heute vor einem Jahr am 6. Mai kennen lernen.“
„Ah! ich begreife nun, warum Sie einen beſonderen Werth auf das Datum Ihres Briefes legten: das iſt der Jahrestag Ihrer Bekanntſchaft 2“
„Ja, mein Herr.“
„Und Sie lieben ſich? Oh! erröthen Sie nicht, mein Kind. Sie warten ohne Zweifel auf den Augen⸗ blick, um ſich zu heirathen?“
„Ja, mein Herr.“
„Und die Familie von Herrn Louis gibt ihre Ein⸗ willigung zu dieſer Heirath2“
„Herr Louis hat nur noch ſeinen Vater, und wir
hoffen, daß er ſeine Einwilligung nicht verweigern wird.“
der Vater von Herrn Louis, was für ein Mann i es .
„Der Beſte der Väter, wie mir Herr Louis geſagt hat, ein Mann, der ſeine Dürftigkeit mit großem Muthe erträgt, obgleich er einſt wohlhabend geweſen iſt; doch zu dieſer Stunde ſind Herr Louis und ſein Vater ſo arm, als wir Beide, ich und meine Pathin. Das gewährt uns Hoffnung für unſere Heirath. Unter armen Leuten kann es keine Schwierigkeiten geben.“
„Und Ihre Pathin, mein Kind, ſcheint Ihnen Ihr Leben nicht ſehr glücklich zu machen 2“
„Was wollen Sie, mein Herr, es iſt ſo natürlich, üb⸗ ler Laune zu ſein, wenn man beinahe ohne die geringſte Unterbrechung leidet und immer nur Unglück in ſeinem Leben gehabt hat!“
„Ihre Pathin iſt alſo kränklich?“
„Sie hat die Hand verloren und leidet an einer Bruſtkrankheit, die ſie ſeit mehr als einem Jahre im Bette hält.“
„Die Hand verloren ? und wie?“
„Sie war Wollkkratzerin, mein Herr, und hat ſich beim Geſchäft mit ihrer hakenformigen Nadel in die Hand


