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indem er ſich anſchickte, auf den Brief die Adreffe zu ſchreiben, die ihm Mariette dietirt hatte.
Wäre die junge Arbeiterin nicht ſelbſt ſo ſehr be⸗ fangen geweſen, ſo würde ſie ohne Zweifel den gezwun⸗ genen Ausdruck bemerkt haben, der ſeit einigen Augen⸗ blicken in der Phyſiognomie des Schreibers ſichtbar wurde und noch härter hervortrat, als er ſich des Namens von demjenigen verſichert hatte, für welchen dieſer treuherzige Brief beſtimmt war. Verſtohlen einen erzürnten Blick auf Mariette werfend, ſchien er ſich nicht entſchließen zu können, die Adreſſe zu ſchreiben, die ſie ihm dietirt hatte, denn nachdem er auf den Umſchlag nur die Worte ge⸗ ſetzt: „An Herrn, Herrn . . . ließ er ſeine Feder fallen und ſägte zu der Arbeiterin, während er mit ſeiner gewöhnlichen Gutmüthigkeit zu lächeln ſuchte, um ſeinen Groll und ſeine Befürchtung zu verbergen:
„Hören Sie, mein Kind, obgleich dies das erſte Mal iſt, daß wir uns ſehen, ſcheint es mir doch, daß Sie ſchon einiges Vertrauen zu mir haben.“
„Das iſt wahr, mein Herr ehe ich hierher kam, befürchtete ich, nicht den Muth zu beſitzen, meinen Brief Jemand zu dictiren, den ich nicht kennete; aber Sie ha⸗ ben mich auf eine ſo gute Art empfangen, daß ich bei⸗ nahe nicht mehr verlegen geweſen bin.
„Verlegen, warum, mein Kind? Wäre ich Ihr Va⸗ ter, ſo fände ich nicht ein Wort gegen den Brief einzu⸗ wenden, den Sie an an Herrn Louis „ſchreiben, und wenn ich nicht das Vertrauen, das Sie, wie Sie ſagen, zu mir haben, zu mißbrauchen befürchten müßte .. ſo würde ich Sie fragen „ doch nein „das wäre zu unbeſcheiden.“
„Was würden Sie mich fragen, mein Herr?“
„Wer Herr Louis Richard ſei?“
„Mein Gott! vas iſt kein Geheimniß! Herr Louis Richard iſt Notarsſchreiber. Die Schreibſtube, in der er verwendet wird, befindet ſich in demſelben Hauſe, in wel⸗


