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Beim Nachtiſch erhob ſich der Doctor Gaſterini, ein Gläschen in Eis abgekählten Conſtantia⸗Wein in der Hand haltend, und ſprach:
„Meine Damen, ich will einen hölliſchen Tvaſt aus⸗ bringen, einen Toaſt ſo teufliſch, als ob wir freudig unter Verdammten im tieſſten Speiſeſaal im Reiche Satans bankettirten!“
„Hol ho! liebenswürdiger Doctor,“ fragte man ein⸗ ſtimmig, „was für ein Toaſt iſt das?“
„Den Sieben Todſünden!“ rief der Doctor. „Und nun erlauben Sie mir, Ihnen den Gedanken aus⸗ einanderzuſetzen, der mir dieſer Toaſt eingibt; ich ver⸗ ſprach dem Herrn Abbé Ledoux, welcher das Glück hat, neben der Frau Marquiſe von Miranda zu ſitzen, ich verſprach, ſage ich, dem Herrn Abbé Ledoux, einem Manne von Geiſt, von Erfahrung und von Wiſſen, aber ungläubig, ihm durch Thatſachen, durch Acte die Vor⸗ trefflichkeit zu beweiſen, welche, in gewiſſen Fällen und in einem gewiſſen Maße, die Neigungen, die Inſtincte, die Leidenſchaften, die man die ſieben Todſünden nennt, haben können. Das ganze Prohlem liegt darin, daß man ſie vernünftig regelt und den beſtmoͤglichſten Nutzen daraus zieht. Da nun die Frau Herzogin von Senne⸗ terre⸗Maillefort, Madame Florence Michel und die Frau Marquiſe von Miranda mich längſt wohlwollend mit ihrer Freundſchaft beehren, da die Herren Richard, Mon Cloarek und Herr David zu meinen alten und beſten Freunden gehören, ſo habe ich gehofft, für den Sieg der geſunden Ideen werden meine liebenswürdigen Gäſte die Gewogenheit haben, mir dieſe Todſünden, welche ihre, vom Mangel an aller guten Leitung herrührenden, Crceſſe in völlige Verdammniß gebracht haben, wieder in den vorigen Stand einſetzen und dieſen armen Abbé zu ihrer möglichen Nützlichkeit befehren zu helfen. Er ſündigt allerdings nur aus Unwiſſenheit und Hartnäckig⸗ keit: darum blasphemirt er aber nicht weniger diefe bewunderungswürdigen Mittel der Thätigkeit, des Glücks
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