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verführeriſcher als je, den Arm und ſagte, indem er ſie in den Speiſeſaal führte:
„Ich fing an, an dem Glücke, das Sie mir ver⸗ heißen, zu verzweifeln, Frau Marquiſe. Hören Sie vochl wiſſen Sie, daß in meinem Alter das Glück, Sie hier zu empfangen, beinahe den Werth eines Rendez⸗ vous hat? Ah! wenn ich nur fünfzig Jahre weniger zählen würde!“
„Ich würde Sie zu meinem Cavalier nehmen, lie⸗ ber Doctor,“ erwiederte die Marquiſe lachend wie eine Tolle. „Wir find alſo darüber eins, daß wir vor fünfzig Jahren auf das Beſte mit einander geſtanden haben.“
Wir werden es nicht unternehmen, die Wunder des Speiſeſaals des Doctors aufzuzählen; wir beſchrän⸗ ken uns darauf, daß wir den Speiſenzettel des Mittags⸗ mahles anführen, welchen Speiſenzettel jeder Gaſt, in Folge einer zarten Vorſicht, zwiſchen zwei Dutzend Au⸗ ſtern, das eine von Oſtende, das andere von Marennes, auf der Serviette fand. Dieſer Zettel war auf weißes Satin geſchrieben und umrahmt von einer kleinen Ein⸗ faſſung, welche Zweige von eiſelirten und grün email⸗ lirten ſilbernen Blättern bildeten. Jeder Geladene wußte ſo, welche Summe ſeines Appetits er für dieſes oder jenes Lieblingsgericht in Reſerve zu behalten hatte. Fügen wir nur bei: die Tafel und der Speiſe⸗ ſaal waren ſo groß, daß, ſtatt ſich jener unbequemen und an einander gepreßten Stühle bedienen zu müſſen, welche die Leute nöthigen, wie man zu ſagen pflegt, mit den Ellenbogen am Leibe zu eſſen, jeder Gaſt, die Füße auf einem weichen Teppich, in einem weiten vortrefflichen Fauteuil ſaß und allen für die Evolutionen ſeines Meſſers und ſeiner Gabel erforder⸗ lichen Raum hatte.
Es folgt hier der Speiſenzettel, den der Dom⸗ herr mit einer zitternden Hand nahm und voll Andacht
las:
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