Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 7. Abtheilung, Die Schlemmerei : zwei Bändchen (1852) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Verzeihen Sie, daß ich in Betreff dieſer Einla⸗ dung ſo dringlich geweſen bin, doch ich habe meinem vortrefflichen Freunde und Schüler, dem Doctor Dufour, der Sie mir empfohlen, verſprochen, ich werde es ver⸗ ſuchen, Sie während Ihres kurzen Aufenthaltes in Paris zu zerſtreuen.

Und ich fühle das Bedürfniß dieſer Zerſtreuungen, das verſichere ich Sie, mein Herr. Dort iſt unſer Le⸗ ben ſo ruhig, ſo regelmäßig, daß die Stunden beinahe unbemerkt vergehen, aber hier, verloren in dieſer ge⸗ räuſchvollen, großen Stadt, der ich ganz fremd gewor⸗ den bin, fühle ich mit zuweilen von einer tödtlichen Traurigkeit befallen, und ich danke Ihnen tauſend⸗

mal, daß Sie mir eine ſo angenehme Zerſtreuung be⸗

reitet haben. Henri David ſprach ſo zum Doctor, da ſchlug es ſieben Uhr. Der Domherr gab einen tiefen Seufzer der Be⸗ friedigung von ſich, als er einen Haushofmeiſter die zwei Flügel der Thüre des Speiſeſaales oͤffnen ſah.

XVI.

In dem Augenblick, wo ſich alle Gäſte des Doc⸗ tors nach dem Speiſeſaale wandten, meldete ein Kam⸗ merdiener:

Die Frau Marquiſe von Miranda.

Die Unkeuſchheit, flüſterte der Doctor dem Abbé zu.Ich befürchtete, ſie würde uns fehlen.

Dann bot der Doctor Magdalena, welche ſchöner,