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vorzuſtellen die Ehre habe, ſieht mich zu vieſer Stunde ungefähr für einen Heiden, für einen abſcheulichen Götzendiener an. Seien Sie ſo gut, mich in ſeinem Geiſte wieder zu Ehren zu bringen, indem Sie dieſem Heiligen verſichern, daß Sie und Ihr Mann aus der tiefſten, unüberwindlichſten Trägheit eine grenzen⸗ loſe Thätigkeit, eine unglaubliche Energie geſchöpft ha⸗ ben, durch welche Sie ſich Beide die ehrenvollſte Unab⸗ hängigkeit gründeten.“
„Zur Ehre der Trägheit,“ antwortete Florence lachend, „zur Ehre der Trägheit, Herr Abbé, bin ich genöthigt, meiner Beſcheidenheit und der meines Man⸗ nes Gewalt anzuthun und zu geſtehen, daß dieſer liebe Doctor die Wahrheit ſpricht.“
„Herr Richard!“ meldete der Kammerdiener.
„Der Geiz,“ ſagte leiſe der Doctor zum Dom⸗ herrn und zum Abbé, während der Vater von Louis Richard, dem glücklichen Gatten von Mariette, auf den Arzt zuſchritt.
„Sollte dieſer Herr Richard der Gründer der in Chaillot eingerichteten Schulen und der daſelbſt geſtifte⸗ ten und ſo wunderbar organiſirten Zufluchtshäuſer ſein?“ fragte leiſe der Abbés Herrn Gaſterini.
„Er iſt es,“ erwiederte der Doctor. Und er reichte dem Greiſe die Hand und ſagte: „Kommen Sie doch, guter Richard;z der Herr Abbé ſprach ſo eben mit mir von Ihnen.“
„Von mir, Doctor?“
„Oder, wenn Sie lieber wollen, von Ihren wun⸗ derbaren Stiftungen in Chaillot.“
„Ah! Doctor,“ erwiederte der Greis, „gebt dem Kaiſer, was des Kaiſers iſt; mein Sohn allein iſt der Urheber dieſer wohlthätigen Stiftungen.“
„Ei! mein guter, vortrefflcher Herr Richard,“ ſagte der Doctor, „wären Sie nicht ein ſo vollkomme⸗ ner Geiziger geweſen, als Ihr Freund Ramon, hätte


