Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 7. Abtheilung, Die Schlemmerei : zwei Bändchen (1852) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Dem Zorne? ſagte der Domherr.

Die Wahrheit iſt, meine Herren, erwiederte be⸗ ſcheiden Cloarek:das Wenige, was ich für mein Va⸗ terland gethan habe, verdanke ich meinem unglaublich zornmüthigen Naturell.

Herr und Madame Michel, meldete der Kammer⸗ diener.

Die Trägheit, ſagte der Doctor zum Dom⸗ herrn und zum Abbs. Und er näherte ſich Florence und ihrem Gatten (ihrem wahren Gatten, denn der Vetter Michel hatte Frau von Lucenay ſeit dem Tode von Herrn von Lucenay geheirathet, der das Opfer ei⸗ ner Erſteigung des Chimboraſſo, welche er in Geſell⸗ ſchaft von Valentine verſucht, geworden war).

Ah! Madame, ſagte der Doctor Gaſterini, in⸗ dem er Florence artig die Hand küßte,wie ſehr weiß ich Ihnen Dank, daß Sie ſich Ihren ſüßen Gewohn⸗ heiten der Trägheit entriſſen haben, um ſich die Mühe zu machen, zu mir zu kommen, ehe Sie nach Ihrer theuren Einſamkeit in der Provence abreiſen!

Wie, mein lieber Doctor! verſetzte lachend die junge Frau,vergeſſen Sie denn, daß die Trägen zu Allem fähig ſind?

Selbſt zu der unglaublichen Anſtrengung, bei einem ihrer beſten Freunde zu Mittag zu ſpeiſen, fügte Michel, dem Doctor die Hand drückend, bei.

Und wenn ich bedenke, ſagte Gaſterini,wenn ich bedenke, daß man mich vor einigen Jahren befragt hat, ob ich Sie von dieſer incurabeln Sünde der DTrägheit heilen könnte! Zum Glücke haben mich die Unzulänglichkeit der Wiſſenſchaft und meine tiefe Ach⸗ tung vor den Gaben des Schöpfers abgehalten, einen Angriff auf die unausſprechliche Gleichgültigkeit zu machen, mit der Sie ausgeſtattet waren.

Und mit dem Blicke Florence den Abbé Ledour bezeichnend, fügte er bei:

Madame, der Herr Abbé Ledoux, den ich Ihnen