Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 7. Abtheilung, Die Schlemmerei : zwei Bändchen (1852) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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und Wurzelneſſern, die ſich zum Zeitvertreib eine harte Disciplin auferlegen würden?

Gefiele es Gott, daß es ſo wäre, ſagte muthig der Abbé;es gäbe eben ſo viel Gerechte als Men⸗ ſchen auf der Erde.

Vor Allem würde dies den Kalender ein wenig übervoll machen, und ſodann hätte das den kleinen Nachtheil, daß es mit einem Schlage die zahlreichen Gewerbsthätigkeiten zerſören würde, von denen wir ſo eben die Proben bewundert haben, abgeſehen von der Induſtrie der Weber, welche die Tiſchtücher weben, von den Silberarbeitern, welche das Silbergeſchirr ci⸗ ſeliren, von den Porzellanfabrikanten, welche die Por⸗ zellane verfertigen, von den Glasmachern, welche die Kryſtalle fabriciren, von den Malern, den Vergoldern, welche die Speiſezimmer ſchmücken, von den Tapezi⸗ rern u. ſ. w. Kurz, Ihrem Ideale ſich nähernd, würde die Geſellſchaft drei Viertel der blühendſten Induſtrien vernichten, was mit anderen Worten zum wilden Zu⸗ ſtande zurückkehren hieße.

Es iſt beſſer, ſein Heil im wilden Zuſtande zu grün⸗ den, als die ewigen Strafen dadurch zu verdienen, daß man ſich den Genüſſen einer verdorbenen und verderb⸗ lichen Civiliſation hingibt, erwiederte hartnäckig der Abbé Ledour.

Das iſt eine erhabene Uneigennützigkeit! Warum überlaſſen Sie aber dann großmüthig den Andern dieſe harten Verzichtungen, dieſe grauſamen Entbehrungen, wobei Sie ihnen Ihren Theil am Paradies abtreten und ſich damit begnügen, daß Sie hienieden reichlich leben, auf Eiderdunen ſchlafen, kühl trinken und warm eſſen? Ah! laſſen Sie uns ernſthaft ſprechen und ge⸗ ſtehen Sie, daß es eine wahre Beleidigung, eine wahre Blasphemie gegen die Freigebigkeiten der Schöpfung iſt, die Tauſende von ſchmackhaften, guten Dingen nicht zu genießen, welche ſie zur Befriedigung des Ge⸗ ſchöpfes bietet,