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Liebhabervieh. Ich fürchte weder den Engländer, noch den Bewohner der Ardennen, was den Wohlgeſchmack meiner Ochſen, meiner Kälber und meiner Hämmel von den ſalzigen Wieſen betrifft, welche meine kleine Eitel⸗ keit und mein Vermögen bilden. Denn ſehen Sie, meine Herren, das letzte Wort der Landwirthſchaft iſt Fleiſch machen, wie wir ſagen. Das Vieh erzeugt den Miſt, der Miſt die Düngung, die Düngung die Fruchtbarkeit der Erde, und die Fruchtbarkeit gibt gute Weide, gutes Futter für das Vieh; Alles dies hält und verkettet ſich, und je mehr das Vieh feinfett iſt, je beſſer es für den Gourmand iſt, deſlo beſſer verkauft es ſich, deſto beſſer iſt ſein Dünger und folglich deſto beſſer iſt die Cultur. Das iſt wie das Geflügel von Mathurine. Allerdings koſtet dies viel Mühe, braucht dies viele Leute auf dem Pachthofe, denn Sie würden vielleicht nicht glauben, meine Herren, daß man, um einen dieſer Kapaune oder eine von dieſen Poularden zu mäſten, dem Thiere fünfzehn bis zwanzig Mal am Tage in ſei⸗ nem Stalle den Schnabel öffnen und es mit Kügelchen von Gerſtenmehl und Milch ſtopfen muß, und dies drei Monate hindurch! Das iſt aber auch ein treffliches Product, denn ein Kapaun trägt uns mehr ein, als anderswo ein Hammel oder ein ſchwaches Kalb eintra⸗ gen. Man muß indeſſen mit großer Sorgfalt zu Werke gehen. Nach dem Rathe dieſes theuren Oheims, — ein guter Rath, wie es nur immer einen geben kann, — thun wir auch alle Jahre um Weihnachten wie folgt: am Abend, bei der Rückkehr des Viehes⸗ werden die zwei erſten Ochſen, welche in den Stall eintreten, mögen es nun die ſchönſten oder die am wenigſten ſchönen der Herde ſein (gleichviel, das Loos entſcheidet), beiſeit gethan; ebenſo iſt es mit den ſechs erſten Kälbern, mit den ſechs erſten Schafen, welche in den Stall zurückkommen; ſodann öffnet man die Ställe des Geflügels, und die erſten zwoͤlf Kapaune, die erſten


