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Diego auf dieſe Specimina der Ochſen⸗ und Schafe⸗ Induſtrie fleiſchgierige Blicke warf.
Die Pächterin Mathurine präfidirte ihrerſeits bei einer nicht minder merkwürdigen Ausſtellung. Man bewunderte, halb vergraben unter Büſcheln von Brun⸗
nenkreſſe, eine Sammlung von Poularden, Kapaunen,
Truthühnern, jungen Hühnern, genannt Tardillons, alle ſo fett, ſo fleiſchig, ſo rund und mit einer ſo atlaßarti⸗ gen Haut, daß mehr als eine hübſche Frau ſie um dieſe Haut beneidet hätte.
„Oh! wie hübſch ſind ſie! wie bezaubernd ſind ſie!“ ſtammelte der Domherr; „oh! das iſt, um den Kopf darüber zu verlieren!“
„Ah! Don Diego,“ ſprach der Doctor, „was wer⸗ den Sie erſt ſagen, wenn einmal die intereſſante Bläſſe dieſer Poularden am Feuer des Bratſpießes vergolbet iſt! wenn ausgedehnt, um zu berſten, durch die Trüffeln, welche bläulich unter der Feinheit ihrer Oberhaut er⸗ ſcheinen, dieſe Haut hochroth wird und die Thränen eines purpurrothen Saftes vergießt, der ſich bald durch die langſame Deſtillirung dieſes Fettes moirirt, welches beinahe ſo vortrefflich als das Wachtelnfett iſt.“
„Genug, Doctor!“ rief der Domherr außer ſich, „genug, genug! oder ich werfe mich, dem Aergerniß trotzend, auf eine dieſer anbetungswürdigen Poularden, ohne den geringſten Reſpect für die Rohheit.“
„Beruhigen Sie ſich, Don Diego,“ erwiederte lächelnd der Doctor, „die Stunde des Mittagsmahles naht, und Sie können dann Ihre Huldigung zwei Schweſtern von dieſen bewunderungswürdigen dar⸗ bringen.“
Der Doctor wandte ſich dann an ſeinen Neffen Mathurin und ſagte:
„Dieſe Herren finden die Producte Deiner Weiden und Deines Pachthofes merkwürdig, mein Junge.“
„Dieſe Herren ſind ſehr artig, mein lieber Oheim,“ antwortete Mathurin. „Ah! das iſt auch auserleſenes


