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5 Der Doctor Gaſterini hielt alſo auf eine zarte Weiſe zwiſchen ſeinem Daumen und ſeinem Zeigefinger (um deren roſige, glatte Nägel ihn eine junge Frau beneidet haben würde), das Handgelenk ſeines Kunden, welcher andächtig auf die Entſcheidung ſeines Arztes wartete.
„Mein lieber Abbé,“ ſagte der Doctor, „Sie ſind durchaus nicht krank.“
„Aber, Doctor.
„Sie haben eine geſchmeidige, friſche Haut und fünf und ſechzig Pulsſchiäge in der Minute; man kann 6 unmöglich in beſſeren Geſundheitsumſtänden be⸗
nden.“
„Aber ich ſage Ihnen noch einmal, Doctor, ich ..
„Aber ich wiederhole Ihnen, Abbé, Sie ſind nicht
krank! Ich verſtehe mich wohl darauf!“
„Und ich ſage Ihnen, daß ich heute Nacht kein Auge zugethan habe. Frau Siboulet, meine Haushäl⸗ terin, iſt beſtändig auf den Beinen geweſen; ſie hat mir mehrere Male Tropfen von den guten Schwe⸗ ſtern gegeben.“
„Teufel!“
eaei deſtillirt im heiligen Herzen.“
„Peſt!“
„Ja, Doctor, Sie haben gut lachen . leider ha⸗ ben mir dieſe Mittel keine Erleichterung verſchafft. Ich mußte mich die ganze Nacht in meinem Bette hin und her drehen. Ach! ach! ich fühle mich nicht wohl; ich em⸗ pfinde eine Aufregung, ein unerträgliche Unbehaglichkeit.“
„Mein lieber Abbé, Sie haben vielleicht geſtern Abend irgend eine Widerwärtigkeit, einen Widerſpruch erlitten, und da Sie ſehr ſtarrköpfig, ſehr hochmüthig, ſehr grollſüchtig ſind .
„Ich?“ „Sie.“ „Doctor, ich verſichere Sie „ „Dieſe Widerwärtigkeit, ſage ich, wird Sie in eine


