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Und die Hängematte fing an ſich ziemlich raſch zu
erheben, ſo leicht war das Gewicht des Mädchens.
Wüthend bei dem Gedanken, die Hülfe, welche ihr zukam, werde vielleicht zu ſpät kommen, denn die Lich⸗ ter näherten ſich in der That, waren aber noch ſehr fern, verdoppelte Schweſter Prudence ihr Geſchrei und wollte ſich auf die Hängematte werfen, um ſie zurück⸗ zuhalten. Doch der Kapitän nahm vertraulich den Arm der Superiorin unter den ſeinigen und lähmte ſo alle ihre Bewegungen, obgleich ſie ſich zerarbeitete, um ihren Arm aus dieſem Schraubſtock zurückzuziehen.
„Dolores,“ ſprach dann der Kapitän zu dem Mäd⸗ chen, das immer weiter aufſtieg, „haben Sie nicht bange. Sind Sie auf den großen Aeſten angekommen, ſo geben Sie ohne Furcht der Bewegung nach, welche die Hängematte über die Mauer hinausziehen wird: Sans⸗Plume iſt auf der andern Seite und wacht über Allem. Sagen Sie ihm, ſobald ſie auf der Erde ſind, er ſoll mir das Seil mit Knoten zuwerfen und es außen wohl halten.“
„Ja, mein Horatio,“ antwortete die Stimme von Dolores, welche ſchon acht bis zehn Fuß über dem Bo⸗ den erhaben war. „Seien Sie ruhig, unſere Liebe wird meinen Muth verdoppeln.“
Und die Lacherin neigte ſich aus der Hängematte und fügte heiter bei:
„Gute Nacht, Schweſter Prudence, gute Nacht!“
„Du wirſt verdammt, verflucht ſein!“ rief die Superiorin. „Doch Sie, Elender, Sie werden mir nicht entkommen!“ ſchrie ſie, indem ſie ſich mit einem krampfhaften, verzweifelten Zorn am Arme des Kapitäns anklammerte. „Man naht, man wird Sie feſtnehmen.“
Die Lichter wurden in der That ſchon immer mehr ſichtbar, und man hörte in der Ferne das noch bedeckte Geſchrei von Leuten, welche: „Schweſter Prudence! Schweſter Prudence!“ riefen.
Die Ankunft dieſer Hülfe verdoppelte die Kräfte


