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Sie werben hier einen himmliſchen Vorgeſchmack des ewigen Friedens haben.“
„Ich fange an es zu bemerken, Madame.“
„Sie werden im Gebete, im Stillſchweigen und in der Sammlung des Geiſtes leben.“
„Ich habe keinen andern Wunſch, Madame.“
„Gut, gut, meine liebe Tochter, denn was werden Sie im Ganzen vpfern?“
„Oh! nichts, durchaus nichts.“
„Ich liebe dieſe Antwort, meine theure Tochter; ſie ſind in der That nichts, weniger als nichts, dieſe ſchlimmen weltlichen Leidenſchaften, die uns nur Qua⸗ len verurſachen und auf den Weg des Verderbens ſchleudern.“
„Gerechter Himmel! das macht mich beben, wenn ich nur daran denke, Madame.“
„Der Herr inſpirirt Sie, wenn Sie mir ſo ant⸗ worten, meine theure Tochter, und ich bin feſt überzeugt, daß Sie nun kaum begreifen, wie Sie dieſen ungläu⸗ bigen Kapitän haben lieben können.“
„Das iſt wahr, Madame, ich war ſo wahnſinnig, vom Glück und von den Freuden der Familie zu träumen, ſo verbrecheriſch, daß ich dieſes Glück in einer getheilten Liebe zu finden und, wie ſo viele Andere, eine ergebene Gattin, eine zärtliche Mutter zu werden hoffte; das hieß, wie Sie mir fagten, den Himmel beleidigen. Ich bereue meine gottloſen Wünſche und ſehe alles Abſcheu⸗ liche derſelben ein; Sie müſſen mir verzeihen, Madame, daß ich in dieſem Grade ruchlos und toll geweſen bin.“
„Man muß nichts übertreiben, meine liebe Toch⸗ ter,“ verſetzte Schweſter Prudence, betroffen von dem leicht ironiſchen Ausdruck, mit welchem Dolores dieſe letzten Worte geſprochen hatte. „Aber,“ fügte ſie bei, als ſie bemerkte, welche Richtung das Mädchen nahm, „wozu in dieſe Allee zurückkehren? Es iſt bald die Stunde des Abendbrods; kommen Sie, meine liebe Toch⸗
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ter, gehen wir wieder nach dem Hauſe.“


