Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 7. Abtheilung, Die Schlemmerei : zwei Bändchen (1852) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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ihres Ganges und ihre Tournure betrifft, ſo müßte man, um ſich einen Begriff davon zu machen, die Basquinen der ſchönen Senoras von Sevilla oder Cadir haben wogen ſehen, wenn ſie, mit dem Augenſtern und mit dem Fächer ſpielend, langſam an einem ſchönen Som⸗ merabend auf den Marmorböden ihrer Alamedas auf⸗ und abgehen.

Dolores begleitete alſo Schweſter Prudence. Wäh⸗ rend ſie plauderten und gingen, hatten ſich die zwei Frauen der Mauer genähert, vor welcher der Kapitän Horace und ſein Matroſe Anfangs ſtehen geblieben waren.

Sie ſehen, meine liebe Tochter, ſagte die Supe⸗ riorin zu Dolores,ich bewillige Ihnen Alles, was Sie wünſchen, obgleich die Regel des Hauſes das Spazie⸗ rengehen im Garten nach Einbruch der Nacht verbietet; ich habe eingewilligt, daß wir bis halb acht Uhr hier bleiben, das heißt, bis zur Stunde des Abendbrodes, welche bald ſchlagen wird.

Ich danke Ihnen, Madame, erwiederte Dolores mit einem leicht ſpaniſchen Accent und mit einer köſtlich klingenden Stimme,ich fühle, dieſer Spaziergang wird mir wohlthun.

Sie müſſen mich meine Mutter nennen und nicht Madame, meine liebe Tochter; ich habe es Ihnen ſchon geſagt, das iſt der Gebrauch hier.

Ich werde mich darnach richten, Madame.

Abermals!

Es wird mir ſchwer ſein, meine Mutter eine Per⸗ ſon zu nennen, welche nicht meine Mutter iſt, ſprach Dolores mit einem Seufzer.

Ich bin Ihre geiſtige Mutter, meine liebe Toch⸗ ter, Ihre Mutter in Gott, wie Sie meine Tochter in Gott ſind, ſein werden; denn Sie werden uns nicht mehr verlaſſen, Sie werden auf die trügeriſchen Freu⸗ den einer verkehrten und verdorbenen Welt verzichten