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wenn es gilt, Thätigkeit, Muth. . ja ſelbſt Tu⸗ gend hervorzurufen .. .
„Lebe wohl, Florence,“ ſagte Frau von Infreville mit athemloſer Stimme und ſich mit Thränen in dem Auge in die Arme ihrer Freundin ſtürzend, „lebe wohl „für immer wohl .. .4
„Valentine . . . was ſagſt Du ..
„Eine eitle und letzte Hoffnung führte mich hieher
eine wahnſinnige Hoffnung, wie alle, die aus ver⸗ meintlicher Liebe ſtammt ... Lebe wohl! noch einmal lebe wohl! Sei glücklich mit Michel; Gott hat euch für einander geſchaffen ... Euer Glück, ihr habt's er⸗ reicht, es verdient . ..
Plötzlich hörte man heftig an der kleinen Thüre des Gartens klingeln.
„Madame! . . Madame!!“ ſagte die alte Amme raſch herbeilaufend und einen Brief ohne Siegel in der Hand haltend, den ſie Valentinen übergab. „Dieſen Brief befahl mir der Herr, welcher in Ihrem Wagen blieb, Ihnen . ſogleich . zu übergeben er kam von der Seite des Hages,“ fügte die alte Dienerin hinzu, mit einer Geberde die Richtung nach der Um⸗ zäunung andeutend, die von dichtem Staudengewächs gebildet wurde.
Valentine öffnete, während Florence ſie mit wach⸗ ſendem Erſtaunen betrachtete, den Brief, der ein Billet enthielt und las das mit Crayon Geſchriebene:
„Uebergeben Sie dies an Florence und kommen Sie zurück wir müſſen gehen . es bleibt uns keine Hoffnung
Frau von Infreville machte eine Bewegung, um zu gehen.
„Valentine, wohin gehſt du?“ ſagte lebhaft Flo⸗
rence, die Hand ihrer Freundin ergreifend.
„Erwarte mich in einem Augenblick wieder zurück,“ antwortete Frau von Infreville, beinahe convulſiviſch


