Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 5. Abtheilung, Die Trägheit : zwei Bändchen (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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die Hände der Freundin z den ihren drückend;erwarte mich und lies dies .

Damit gab ſie Fienee das Billet und entfernte ſich raſch, während die junge Frau, immer erſtaunter, da ſie die Handſchrift ihres Gatten erkannte, folgende Linien, die gleichfalls mit dem Crayon geſchrieben wa⸗ ren, las:

In dem Augenblicke, als Frau von Infreville bei Ihnen eintrat. ſprang ich über das Hag Ihres Se verborgen hinter einem dichten Buſche

habe ich Alles gehört Eine eitle, letzte Hoff⸗ nung führte mich hieher und wenn ich Ihnen alles ſagen ſoll als ich dieſe Hoffnung getäuſcht ſah. wollte ich mich rächenIch verzichte auf die Hoffüung, wie auf die Racheſeien Sie glück⸗ lichFlorence ich fann nichts anderes für Sie fühlen, als Achtung . . . und Ehrfurcht.

Mein einziger Schmerz iſt, Ihnen nicht vollkom⸗ mene Freiheit verſchaffen zu können, das Geſetz iſt dagegen Sie müſſen meinen Namen in Geduld tragen.

Noch einmal Adieu, Florence . Sie werden mich nie wiederſehen nie mehr von mir ſprechen hören . . aber denken Sie von heute an meiner als Ihres beſten, aufrichtigſten Freundes.

A. von Luceval.

Frau von Luceval wurde durch die Lectüre dieſes Briefesder ihrer Qual ein Ende machte, tief ge⸗ rührt; ſie hörte einen Wagen davon rollen und das Geräuſch immer leiſer werden.

Florenee begriff, daß Valentine aint urglonmen werde . S

Als Michel Abends Frau von en beſuchte, gab dieſe ihm den Brief ihres Gatten.

Michel wurde ebenſo gerührt durch dieſen Brief, als Florence und ſagte lächelnd: