Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 5. Abtheilung, Die Trägheit : zwei Bändchen (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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ſagten wir zu uns: Wir haben allerdings einen wahren Schauer vor der Liebe, die uns nur Mühe und Sorgen macht, das iſt ganz moraliſch; aber jetzt, da wir frei ſind, jetzt, da uns nichts weniger geniren würde, als unſre Liebe, ach, ach! wer weiß? der Teufel iſt ſehr fein und dann . was würde aus der Arbeit? Wie⸗ viel Zeit! das heißt, verlorenes Geld! Denn wie ſoll⸗ ten wir den doppelten Muth finden, uns aus der Träg⸗ heit und Liehe emporzureißen? Nein! nein! wir wollen unerbittlich gegen einander ſein, die Zukunſt nicht zer⸗ ſtören und uns im Namen des Glückes unſrer göttlichen Trägheit ſchwören, uns nicht ein Wort zu ſagen nicht ein einziges Wort, ſo lange unſer Glück nicht be⸗ gründet iſt.

Wie! während dieſer vier Jahre?

Haben wir unſern Schwur gehalten.

Nicht ein Wort?

Nicht ein Wort vom Tage an, da wir zu arbeiten begonnen.

Florente, Duübertreibſt. Eine ſolche Zurückhaltung iſt unmöglich.

Ich habe Dir die Wahrheit verſprochen, ich ſage ſie Dir.

Aber nicht ein Wort, das ſcheint mir doch eine übertriebene Vorſicht ..

Uebertrieben? Ach, mein Gott! alles hing von einem Worte ab von einem einzigen Worte, und iſt das erſte Wort ausgeſprochen, wie ſoll es weiter gehen?

Und ſo war's vier Jahre lang?

Nicht ein Wort . aber, wenn es wichtige An⸗ gelegenheiten oder Maßregeln zu treffen galt, ſchrieben wir uns . . . das iſt Alles . .. Wir hatten, um durch die Scheidewand, die unſre Zimmer trennte, mit einan⸗ der correſpondiren zu können, ein Mittel gefunden, das gerade war, wie wir's bedurften, um uns fagen zu können guten Abend Michel, guten Abend