wonnen, ohne meinen übrig
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Fünfzehntes Kapitel.
Als Frau von Infreville endlich aus ihrem Stau⸗
nen erwachte, ſagte Frau von Luceval;
„Wirklich, Florence, ich weiß nicht, ob ich wache oder träume! noch einmal, Du. .. Dul ſo indolent ſo gewöhnt an das Wohlleben.. einen ſolchen Muth, eine ſolche Beharrlichkeit in der Arbeit?“
„Ja, aber ich muß Dich in noch größeres Erſtau⸗ nen verſetzen. Weißt Du, Valentine, daß ſie während vier Jahren mein Leben war und beſonders vor drei Monaten, als Du und mein Mann ſich nach Michel und
nir in der Rue de Vaugirard erkundigten?“
„Man hat uns geſagt, daß Ihr jeden Morgen vor Tagesanbruch ausgehet und erſt in der Nacht zurück⸗ kehret!“
„Mein Gott! mein Gott,!“ ſagte Florence, wie eine Tolle lachend, „jetzt, da dieſe Erinnerungen wieder in mir auftauchen und ich all' das . von weitem . . .
betrachte, kommt es mir äußerſt amüſant vor- Laß Dir Fegefeuers. erzählen.
nur einen der letzten Tage meines Er wird dir einen Begriff von den andern geben. Um drei Uhr Morgens ſtand ich auf; ich vollendete die Ab⸗ ſchrift einer Partitur und die Colorirung einer großen Lithographie . . Du wirſt wenigſtens nicht über meine Talente erſtaunt ſein . . . Du weißt, daß mir ſchon im Kloſter die Kopie von Muſikalien und die Colori⸗ rung von Heiligenbildern die liebſte Beſchäftigung war.“ „Es iſt wahr, und das war dein Erwerb?“ „Allerdings; ich habe oft allein durch dieſe Arbeit vier bis fünf Franken täglich oder vielmehr Nachts ge⸗ en Erwerb zu rechnen.“
„Deinen übrigen Erwerb ..z was meinſt du
damit?“


