Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 5. Abtheilung, Die Trägheit : zwei Bändchen (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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war für drei Jahre vermiethet, man mußte alſo den Pacht abkaufen; voll Vertrauen in den Geſchmack von Michels Freund, gaben wir ihm den Auftrag, das Haus zu kaufen; aber es war eine große Schwierigkeit zu überwinden: unſte pekuniäre Lage Zum Er⸗ werb des Häuschens und einer Rente von zwei tauſend Franken, die für unſere Bedürfniſſe ausreichte, bedurf⸗ ten wir ungefähr ſechzig tauſend Franken, um wenigſtens noch zwei bis dreitauſend Franken Ueberſchuß zu haben meine gute Valentine, die Hauptſache war, dieſe ſechzig tauſend Franken zu finden eine große Summe, wie du ſiehſt.

Und wie haſt du das gemacht?

Es blieben mir beinahe ſechstauſend Franken in Gold, welche ich bei der Verheirathung auf meine Mit⸗ gift verlangt habe. Ein Freund von Michel übernahm es, die unangenehme Sache abzumachen; er zog fünf⸗ zehn vom Tauſend. Dieſe Summen wurden niedergelegt. Rir beſchloſſen, ſie ſo wenig als möglich zu berühren⸗ bis wir im Stande wären, die vierzig tauſend Franken zu gewinnen, deren wir zu unſerem Paradieſe be⸗ durften.

Gewinnen! Wie konntet ihr hoffen, eine ſo große Summe zu gewinnen?

Ach! mein Gott! durch Arbeiten, meine Liebe, ſagte Florence mit ſiegreichem Blicke,durch Arbeiten, wie die Löwen.

Du! arbeiten, Florence? rief Valentine, die Hände vor Erſtaunen faltend,du arbeiten? und Michel auch? Und Michel auch! Meine gute Valentine, ja, wir haben gearbeitet beinahe Tag und Nacht und übernah⸗ men die ſeltſamſten Arbeiten von der Welt, und zwar mehre Jahre lang.

Du und Michel Ihr wäret eines ſolchen Entſchluſſes fähig geweſen?

Wie? das ſetzt dich in Erſtaunen?