Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 5. Abtheilung, Die Trägheit : zwei Bändchen (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Hölle geweſen: ich zog es deßhalb vor, mich zu trennen und zwar ſogleich.

Und Michel . . erfuhr er Deinen Entſchluß?

Er fand ihn ganz paſſend. Um dieſe Zeit machten er und ich einige unbeſtimmte Pläne für die Zukunft. .. Pläne, die jedoch immer Deinem Willen untergeordnet wurden.

Mir?

Gewiß, Michel kannte ſeine Pflichten, er hätte ſie erfüllt, wenn es ihm gelungen wäre, Dich zu fin⸗ den Während er einer letzten Nachforſchung ſich widmete, beſchäftigte ich mich meinerſeits mit der Tren⸗ nung, die ich auswirken wollte; ich bat Michel, ſeine Beſuche abzubrechen, bis ich frei ſei; ſeine Gegenwart hätte mich geſtört. .. Mein Mann ſagte Dir ohne⸗ Zweifel? .

Wie? Du hätteſt ſeinen Willen gebrochen. durch Dein beharrliches Schweigen?

Ich hoffe, es gab kein angenehmeres und beque⸗ meres Mittel. Endlich nach vier Monaten war ich ge⸗

ſezlich von Herrn von Luceval getrennt und er ging auf Reiſen. Ich ſah Michel wieder. Er hatte ebenſowenig als ich eine Nachricht von Dir: unſer Entſchluß war gefaßt. Ich habe Dir, theure Valentine, von den Wundern geſprochen, welche die Trägheit wirken kann .. dieſe Wunder ſollſt Du kennen lernen.

Ich höre Dich; mein Intereſſe und meine Neu⸗ gierde verdoppeln ſich.

Vernehme unſrte Scheidungsgründe oder, wenn Du willſt,fügte Florence lächelnd und mit einer feierlichen, höchſt drolligen Miene hinzu,unſere Grundſätze, die Michel und ich aufſtellten.

Für uns gibt es nur einen Wunſch, ein Glück in der Welt: die vollkommenſte Ruhe des Körpers und des Geiſtes, die darin beſteht, daß wir nichts thun, es ſei denn, daß wir träumen, leſen, uns lieben, plaudern, den Himmel, die Bäume, das Waſſer, die