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„Allerdings . . . ganz nach Bequemlichkeit, ohne das geringſte Geheimniß, ohne mir die Mühe geben zu müſſen, etwas zu verbergen; denn bei unſrem Verhält⸗ niß war nichts zu verbergen . . . das iſt die Tugend der Trägheit . . . theure Valentine. Aber das iſt noch nichts, Du wirſt ſogleich erfahren, was dieſe theure Trägheit vermag.“
„Ich glaube Dir . . . und dieſe Trennung . . . hat mir Dein Mann geſagt, wurde durch den Verluſt Deines Vermögens herbeigeführt ? .. War dies wirk⸗ lich das Motiv?“
„Nun, Valentine? „offen? Der Gnade meines Mannes anheimgegeben zu ſein . ſo zu ſagen von ſeinem Solde zu leben . . . konnte ich das er⸗
tragen? Nein, nein, ich erinnerte mich nur zu gut
jener Demüthigungen, die Du erduldet, armes Mädchen ohne Vermögen, und Gattin eines reichen Mannes .. Nein, nein, der bloſe Gedanke an ein ſolches Leben machte meine Trägheit ſchauern.“
„Deine Trägheit, Florence? wie das? Mußteſt Du nicht auf dieſen Luxus und den Reichthum verzich⸗ ten, der Dir nach Behagen träge zu ſein erlaubte?“
„Eins von beiden, Valentine: wenn ich im Solde des Herrn von Luceval blieb, mußte ich meinen Ge⸗ ſchmack dem ſeinen opfern, mich in einen Strudel von Thätigkeit ſtürzen und nach dem Caucaſus gehen, wenn ihm dieſe Idee käme; ich hätte, glaube ich, den Tod dieſem Leben vorgezogen. ..“
„Aber warum ſuchteſt Du nicht ſtatt deſſen Deinen Geſchmack Deinem Manne beizubringen? Du hatteſt ja große Macht über ihn, . . denn er liebte Dich und „Er liebte mich. Ja wie ich die Erdbeeren liebe um ſie zu eſſen. Aber ich kenne ihn, er konnte ſeinen Charakter ſo wenig ändern, als ich den meinen; das Naturell gewinnt immer wieder die Ober⸗ hand und früher oder ſpäter wäre unſer Leben eine
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