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„JFürchten Sie nichts,“ Madame, verſetzte Herr von Luceval mit dumpfer Stimme . „ich habe nur ein Wort . . „ wenigſtens „
„O, mein Herr. .. Sie haben mir geſchworen . .4
„Seien Sie tuhig, Madame, ich werde nicht vergeſſen, was ich geſchworen.“
„Gut, Sie beruhigen mich . Auf, mein Herr, Muth und Hoffnung 2 der Tag, dem wir ſeit drei Monaten mit ſolcher Bangigkeit entgegenharren, iſt endlich gekommen. Daſſelbe Dunkel ruht für uns auf Michels und Florencens Leben, in einer Stunde werden wir Alles wiſſen und Alles iſt entſchieden.“
„Ja. „ antwortete Herr von Luceval niederge⸗ ſchlagen „ja alles wird entſchieden.“
„Bald, mein Herr „ Vielleicht werde ich nicht allein zurückkehren „4
Herr von Luceval ſenkte traurig den Kopf und Valentine wandte ſich, einen Fußpfadhinabſteigend, nach der Thüre des Gartens.
Herr von Luceval, welcher an dem Hügelabhang allein geblieben, gieng mit düſterer Miene und gedan⸗ kenvoll auf und nieder, dann und wann unwillkürlich die Augen nach dem Häuschen richtend.
Plötzlich hielt er inne, zitterte und wurde leichen⸗ blaß Sein Blick funkelte „
Er hatte ſo eben in einiger Entfernung von dem Hag, der die Meierei umgab, einen Mann mit weißem Zwillichhemde und einem breiten Strohhute geſehen.
Aber bald verſchwand dieſer Mann zwiſchen einigen Felſen am Meere, zwiſchen welchen ſich da und dort ungeheure Korkeichen erhoben.
Das erſte, was Herr von Luceval that, war, daß er nach dem Wagen lief, unter einem der Sitze eine Kap⸗ ſel mit Piſtolen hervorholte, — die er dem Blicke der Frau von Infreville entzogen hatte, — und damit dem Menſchen mit dem Strohhute nachlief. . .
Rachdem er zehn Schritte gemacht hatte . hielt


