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Die sieben Todsünden : 5. Abtheilung, Die Trägheit : zwei Bändchen (1848) Les sept péchés capitaux
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Leben noch werden! Ach, Madame, ſehen Sie: ich fürchte nur eins . es iſt thöricht zu hoffen.

Weßhalb thöricht?

Sie können hoffen, Madame . . Siel Madame denn Sie wurden wenigſtens geliebt wäh⸗ rend Florence nie Liebe für mich gefühlt hat.

Weil der Charakter von Florence und der Ihrige in Allem disharmonirten. Aber wenn ihr Charakter, wie wir annehmendürfen, ſich durch die Noth des Lebens in dieſen vier Jahren geändert hätte? vielleicht würde ihr das an Ihnen, was ihr früher mißfallen, jetzt gefallen. Hat ſie Ihnen nicht mitten im heftigſten Kampfe ihrer wi⸗ derſtrebenden Neigungen ſelbſt geſagt, daß ſie Sie für einen ebenſo edeln, als ehrenwerthen Mann halte?

Aber unſre geſetzliche Scheidung?

Nun, mein Herr, ein Grund weiter!

Wie?

Gezwungen . . war Florence vollkommen unzu⸗ gänglich, jetzt als Herrin über ſich ſelbſt wird ihr Betra⸗ gen vielleicht ganz anderer Art ſein.

Noch einmal, Madame, ich fürchte, mich von thö⸗ richter Hoffnung hinreißen zu laſſen . die Enttäu⸗ ſchung wäre ſchrecklich. .

Hoffen Sie, hoffen Sie immerhin. mein Herr . . die Enttäuſchung kommt, wenn ſie kommt, immer noch zeitig genug. . . aber unſere Hoffnung in Gewißheit zu verwandeln, iſt es dringend nothwen⸗ dig, daß wir das Geheimniß durchdringen, das Flo⸗ rente und Michel umgibt . . . in dieſem Geheimniß liegt ſicher der Knoten ihrer Bezügniſſe. Kennen wir einmal die Natur ihres Verhältniſſes, ſo haben wir den Schlüſſel zu Allem.

Ich bin ganz Ihrer Anſicht, Madame; aber wie das anſtellen?

Wir müſſen auf das Mittel zurückkommen, das wir geſtern angewandt Es iſt das einfachſte und beſte, wir folgen ihnen und verdoppeln unſere