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Luceval, der den Zorn ſeines Gefährten zu beſchwich⸗ tigen ſuchte, „die Belebtheit unſeres Geſprächs zieht die Blicke auf uns. Man ſchaut uns an, nehmen wir einen Fiacre und fahren wir auf der Stelle zu mir, denn dieſes Geheimniß muß aufgeklärt werden; ich zittere bei dem Gedanken, durch eine unwürdige Gefälligkeit habe ſich meine Frau vielleicht einer ſchändlichen Lüge mit ſchuldig gemacht. Kommen Sie, mein Herr, kommen Sie Ich zähle auf Sie, zählen Sie auf mich; es iſt eine Pflicht für redliche Leute, ſich unter ſo betrü⸗ benden Umſtänden gegenſeitig zu unterſtützen; es ſoll Gerechtigkeit geübt, es ſollen die Schuldigen entlarvt und beſtraft werden.“
„Oh! ja, mein Herr, Eintracht und Rache, unver⸗ ſöhnliche Rache,“ murmelte Herr von Infreville.
Und da die Aufregung ſeine Schwäche noch ver⸗ mehrte, ſo war er genöthigt, ſich auf den Arm ſeines Gefährten zu ſtützen, um, ganz zitternd vor Zorn, einen Wagen zu erreichen, in den Beide einſtiegen.
Ungefähr eine Stunde nach dieſem zufälligen und ärgerlichen Zuſammentreffen der zwei Ehemänner erhielt Florence ein Billet von Herrn von Luceval, das ſie be⸗ nachrichtete, er würde nicht zu Hauſe ſpeiſen.
Während der eheliche Sturm ſich immer bedroh⸗ licher aufhäuft, kehren wir zu den beiden jungen Freun⸗ dinnen zurück, die nach dem Abgang der Kammerfrau, welche den Brief von Herrn von Luceval überbracht, allein geblieben waren.


