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„Ei mein Gott! leben Sie wie es Ihnen beliebt, laſſen Sie mich aber leben, wie es mir gefällt.“
„Mir, Madame, gefällt es, mit Ihnen zu leben, darum habe ich Sie, denke ich, geheirathet. Es iſt alſo an Ihnen, meine Lebensweiſe anzunehmen. Ja, Ma⸗ dame, ich habe das Recht, dies zu fordern, und werde die Energie haben, es durchzuſetzen.“
„Herr von Luceval, was Sie da ſagen, iſt vollkom⸗ men lächerlich.“
„Ah! Ah!“ erwiederte Herr von Luceval. „Sie glauben?“
„Aeußerſt lächerlich, mein Herr.“
Si iſt alſo der Civil⸗Coder äußerſt lächerlich?“
Ohne ihn zu kennen, werde ich nicht nein ant⸗ worten, da Sie ihn in Beziehung auf dieſen Streit anrufen.“
„Erfahren Sie, Madame, daß der Civil⸗Coder förmlich erklärt, die Frau ſei gehalten, verbunden, ge⸗ zwungen, ihrem Mann zu folgen . . .“
„Nach dem Caucaſus?“
„Ueberall hin, wohin es ihm ſe zu führen beliebt, vorausgeſetzt, daß Sicherheit für ſie ſtattfindet.“
„Mein Herr, ich bin nicht in der Laune, zu ſcher⸗ zen, ſonſt würde mich Ihre Auslegung des Civil⸗Coder ungemein beluſtigen.“
„Ich ſpreche im Ernſte, Madame, ganz im Ernſte.“
„Das iſt gerade das Komiſche an der Sache.“
„Madame, nehmen Sie ſich in Acht, treiben Sie mich nicht aufs Aeußerſte.“
„Ei! bedrohen Sie mich doch ſogleich mit dem Nordpol, und dann machen wir ein Ende.“
„Ich bedrohe Sie nicht, Madame; aber erinnern Sie ſich wohl des Umſtandes, daß die Zeit der Schwäche vorüber iſt; beliebt es mir, mich auf die Reiſe zu be⸗ geben, und dieſer Augenblick iſt vielleicht näher als Sie denken, ſo werde ich Sie acht Tage zuvor benachrich⸗ tigen, damit Sie Zeit haben, Ihre Vorbereitungen zu


