Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 5. Abtheilung, Die Trägheit : zwei Bändchen (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Sagen Sie, ich hätte nicht das Unglück, Ihr Gatte zu ſein.

Nach einer Ehe von ſechs Monaten .. das iſt anmuthig.

Ei!l den Teufel, Madame, Sie treiben mich auch auf das Aeußerſte! .. Es gibt auf der Welt kein unglücklicheres Weſen, als ich bin, denn endlich muß ich einmal losbrechen.

So brechen Sie los, aber ganz ſanft ich habe einen Abſcheu vor dem Lärmen.

Wohl, Madame, ich werde Ihnen ſanft ſagen, daß es die Pflicht einer Frau iſt, ſich ihres Hausweſens anzunehmen, und daß Sie ſich um das Ihrige nichts bekümmern; ich weiß nicht, wie es ohne mich ginge.

Das iſt die Sache Ihres Intendanten; überdieß beſitzen Sie Thätigkeit für zwei, und dieſe müſſen Sie doch wohl zu etwas anwenden.

Ich ſage Ihnen ferner ganz ſanft, Madame, daß ich mir ein köſtliches Leben geträumt hatte . .. ich hatte mir vorbehalten, wenn ich einmal verheirathet wäre, die intereſſanteſten Länder zu durchlaufen, und ſagte zu mir ſelbſt:ſtatt allein zu reiſen werde ich eine reizende Gefährtin haben; Strapazen, Zufälle, Ge⸗ fahren ſogar, Alles werden wir muthig theilen.

Oh! mein Gott, murmelte Florence, ihre ſchönen Augen zum Himmel aufſchlagend,wie kann man es ſogar wagen, dieß zu geſtehen!

Welch ein Gluͤck, ſagte ich zu mir ſelbſt, ſprach Herr von Luceval, fortgeriſſen durch die Bitter⸗ keit ſeines Leides;welch ein Glück, ſo die intereſſan⸗ teſten Länder zu durchwandern .. Egypten

Ggypten!

Die Türkei.

Ah! mein Gott, die Türkei.

Und wären Sie die Frau geweſen, die ich leider nur geträumt, ſo hätten wir es ſogar bis zum Caucaſus treiben können.