Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 5. Abtheilung, Die Trägheit : zwei Bändchen (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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in keiner Hinſicht an Trägheit nachſteht. Aus dieſem Grunde hat er ſich vielleicht noch nicht die Mühe ge⸗ nommen, Sie ſeit unſerer Verheirathung zu beſuchen.

Ah! gewiß . . . Ihr Beide kommt einander an Werth gleich, und ich weiß ſogar noch nicht einmal, ob Ihrer Unempfindlichkeit nicht der Vorzug vor der ſeinigen zuzuerkennen iſt. Doch ſcherzen wir nicht, Flo⸗ rence, ich beſchwöre Sie, kleiden Sie ſich an und laſſen Sie uns ausfahren.

Und ich, mein lieber Alexandre, beſchwöre Sie, übernehmen Sie dieſe Commiſſtonen, und ich verſpreche Ihnen, heute Abend mit Ihnen in einer offenen Caleche im Bois de Boulogne ſgazieren zu fahren. Es wird dunkel ſein, und ich brauche dann nur eine Mantille und einen Hut zu nehmen.

Wie! es iſt der Tag, an dem Frau von Saint⸗ Prir empfängt; ſie hat Sie ſchon zweimal beſucht, und Sie haben noch keinen Fuß in ihr Haus geſetzt. Sie werden mir alſo das Vergnügen machen, ſich heute Abend dahin zu begeben.

Mich ankleiden .. Toilette machen, meiner Treue, nein, das iſt zu langweilig.

Madame, es handelt ſich nicht um das, was lang⸗ weilig oder beluſtigend iſt; es ſind geſellſchaftliche Pflich⸗ ten zu erfüllen und Sie werden zu Frau von Saint⸗Prir kommen.

Die Geſellſchaft wird mich entbehren können, wie ich ſie entbehren kann. Die Welt ermüdet mich. Ich gehe nicht zu Frau von Saint⸗Prix.

Sie werden gehen. *

Nein. und wenn ich ſage nein, ſo iſt es nein.

Alle Teufel! Madame . . .

Mein Freund, wie ich Ihnen ſchon oft geſagt, ich habe mich verheirathet, um das Kloſter zu verlaſſen, um bis in den hellen lichten Tag zu ſchlafen, um jeden Tag zu der Stunde, die mir beliebt, aufzuſtehen um keine Lectionen mehr zu nehmen, um mich der