Teil eines Werkes 
Die sieben Todsünden : 5. Abtheilung, Die Trägheit : zwei Bändchen (1848) Les sept péchés capitaux
Entstehung
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Sie werden wenigſtens den haben, ſich anzuklei⸗ den, und zur Stunde 4

Mein Freund, dringen Sie nicht in mich.

Oh! Florence, das iſt ein Scherz!

Keines Wegs.

Ich wiederhole Ihnen, die Einkäufe, die wir zu machen haben, ſind dringend nothwendig; das Braut⸗ geräth meiner Nichte muß endlich vollſtändig ſein, und das wäre ohne Ihre unglaubliche Apathie ſchon ſeit einer Woche der Fall.

Sie haben einen ſehr guten Geſchmack, mein Freund, beſchäftigen Sie ſich mit dieſem Brautgeräth, ich müßte von Bude zu Bude laufen, auf und abſteigen, zwei Stunden ſtehen; oh! ich erſchrecke, wenn ich nur daran denke.

Hören Sie, Madame, eine ſolche Trägheit mit ſiebenzehn Jahren iſt ſchmählich, iſt ungeheuerlich, iſt eine wahre Krankheit, ich werde morgen den Doktor Gaſterini zu Rathe ziehen.

lachend,der liebe Doktor, er iſt ſo geiſtreich, daß die Conſultation ſehr beluſtigend ſein wird.

Ich ſpreche im Ernſte, Madame, es muß etwas zu thun ſein, um Sie von dieſer unbegreiflichen Apa⸗ thie zu heilen.

Ich hoffe unheilbar zu ſein . . denn ſehen Sie, Sie haben feinen Begriff, welches Wohlbehagen ich vorhin, vor Ihrem Eintritt, genoß, da ich ſo zu ſagen ſchaute, ohne zu ſehen . auf dieſen Waſſerfall horchte und mir nicht einmal die Mühe gab, zu denken. Und Sie wagen es, das zu geſtehen?

Warum nicht? Nein, nein ich glaube nicht, daß ſich auf dieſer Welt ein zweites Geſchöpf von einer mit der Ihrigen vergleichbaren Apathie findet.

Sie haben aber ſchon oft mit mir über Ihren

Vetter Michel geſprochen, der mir, wie Sie behaupten,

Ahl welch ein guter Gedanke, ſprach Florence