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duldig, „ich will, daß Dein Mann ſogleich wenn er hier eintritt um fünf Jahre verjüngt ſich glaubt und iſt.“
Trotz eines ſchwachen Widerſtandes zeigte ſich Sophie gelehrig für die Rathſchläge und gefallſüchtigen Bemühun⸗ gen ihrer Freundin; halb auf einer Ottomane liegend, in einer Haltung voll ſchmachtender Weichheit, geſtattete ſi daß die Marquiſe dieſem lebendigen Gemälde den el Pinſelſtrich gab. Magdalena ließ in der That ein paar lange Locken auf dem blendend weißen Hals ſpielten; ſtreifte die weiten Aermel zurück, um einen Ellenbogen mit Grübchen wohl ſehen zu laſſen, öffnete ein wenig (trotz der keuſchen Bedenklichkeiten von Sophie) den Leib des Kleides, das, mit einer anlockenden Abſichtlichkeit drapirt, den untern Theil eines zierlich gedrechſelten Beines und das hübſcheſte Füßchen der Welt erſchauen ließ.
Man muß ſagen, Sophie war auf dieſe Art reizend: vie Aufregung, die Unruhe, die Hoffnung, eine unbeſtimmte Beſorgniß färbten ihr zartes anziehendes Antlitz, belebten ihren Blick, machten ihren Buſen wogen und verliehen ihren Zügen einen köſtlichen Ausdruck.
Ganz erſtaunt über vieſe Verwandlung, rief Anto⸗ nine nun, indem ſie in ihre kleinen Hände klatſchte:
„Mein Gott! mein Gott! Sophie, ich wußte nicht, daß Sie ſo hübſch ſind!“
„Sophie wußte es auch nicht,“ erwiederte Magda⸗ lena, die Achſeln zuckend, „ich muß ſo viele Reize aus⸗ raben.“ 6 Die Dienerin von Madame PDutertre trat, nachdem ſie an die Thüre geklopft hatte, ein und ſagte zu ihrer Gebieterin: 8
„Der Herr wünſcht Madame zu ſprechen; er iſt in 3 Werkſtätte und läßt fragen, ob Madame zu Hauſe ſe . „Er weiß, daß Du hier biſt,“ flüſterte Sophie Magdalena mit einem Seufzer zu.
„Laß ihm ſagen, er ſoll kommen,“ erwiederte Mag⸗ dalena mit halber Stimme.


